Faro und das Ende dieser Reise

Fischer bei der Arbeit

Die Zeit vergeht wie im Flug und ich bin gar nicht zum schreiben gekommen. Nun werde ich es nachholen, denn es gibt einiges zu berichten. Es wird länger werden, aber da es wahrscheinlich der letzte Bericht für diese Jahr wird, könnt ihr ihn euch auch einteilen:)

In Portimao sind wir erst gegen 17 Uhr angekommen, weil wir in Alvor (Flachwasser) erst spät wegen der Tide los konnten.

Da die Werft Freitags um 18 Uhr zu macht, sind wir sofort mit dem Dinghi dorthin losgedüst. Unser Winterlager haben wir sofort dingfest gemacht. Übrigens schrieb mir die andere Werft(der Termin stand noch) gestern und hat mir noch kurzfristig abgesagt, weil sie doch kein Platz haben. Ich habe nicht schlecht gestaunt.

Portimao

Portimao hat uns sehr gut gefallen. Man hat dort auch viele Möglichkeiten.

Wir blieben noch einen Tag, verproviantierten uns, denn wir wollten direkt nach Faro zum ankern. Es lagen die Häfen von Albufeira

Albufaira

und Vilamoura auf dem Weg, aber ankern in einer Lagune ist einfach toll. Zudem kam auch, dass die Häfen bis zum 01.10.  recht teuer sind.

neben Albufeira

Aber Pläne sind dafür da umgeschmissen zu werden. Peters Geburtstag wollte gefeiert werden und so machten wir einen Zwischenstopp in Vilamoura.

Vilamoura

Einmal kann man sich Vilamoura antun. Der Hafen hat einige Rekorde gebrochen. Leider war es das teuerste bisher. Für den Preis bekamen wir aber Sanitäranlagen vom feinsten aber auch auf den Tischen tanzende Engländer die “Who the f… is Alice” die halbe Nacht gröllten.

Vilamoura besteht aus einem Hafen voller Motorboote(groß,größer am größten)von Bars, Restaurants und Andenkenläden umringt und drum herum Golfplätze. Nur die Reichen und Schönen oder die es werden wollen:))

Sandalgarve

Am nächsten Morgen gings sofort weiter nach Faro dh wir haben nach der Einfahrt in der Lagune vor der Insel Culatra geankert.

Culatra ist noch recht ursprünglich. Sie besteht aus Sand und es leben viele Fischer dort. Es gibt wenig Tourismus dh einige Tagesgäste schon aber wenig Unterkünfte.

der hatte was:)

Das Ankerfeld war recht groß und gut besucht. Wir mussten etwas suchen bis wir ein Plätzchen hatten. Der Grund war sehr verkrautet und flach. Wir brauchten somit zwei Anläufe bis der Anker hielt.

Irgendwie fühlte ich mich nicht so wohl dort. Man kann es manchmal nicht erklären, warum.

Beim spazieren auf der Insel ist Lili dann zwei mal angefallen worden von einheimischen Hunden dh der erste war ein großer Hund, der zweite eher eine Ratte. Aber das ist wohl ok so, hat halt mit Revierverteidigung usw zu tun. Wir mussten ihr helfen aber wozu hat man sonst Freunde;)

Am nächsten Morgen wurden wir gegen 6 Uhr von den Wassertaxis geweckt. 2 Stunden vor und nach Hochwasser schießen sie, von Culatra über eine überflutete Sandbank nach Olhau auf der anderen Seite… direkt vor unserer “Haustür”.

Aber Morgenstund hat…Wir haben uns fertig gemacht und wollten dann auch  mit dem Dinghi nach Olhau.

Sie haben schöne Markthallen(Obst und Fisch). Als wir auf dem halben Weg rüber waren, sahen wir eine Wolkenwand(unsere erste) auf die Bucht zukommen. Kurze Zeit später fing es auch an zu wehen(Wir erfuhren später…so doll, dass einige Anker nicht hielten)Plötzlich hatten wir eine Welle gegen an. Jede zweite kam über. Als wir anlegten waren wir mal wieder bis auf die Unterwäsche mal nass. Wegen dem Wind und das schwindende Hochwasser war unser Besuch eher kurz ausgefallen.

das Wasser läuft weg

In dem Ankerfeld trafen wir Hacko und Nora von der Anixi wieder. Sie fragten, ob wir zu einem spontanen Grillabend am Strand Lust hätten. Wir lernten noch 2 Paare mit Kindern kennen und verbrachten einen schönen Abend zusammen. Zufälliger Weise kam eine der Frauen aus Bad Westernkotten. Im Gespräch kam heraus, dass wir wohl im selben Zeitraum eine Jugendkneipe in Herzfeld besucht hatten. Die Welt ist doch klein.

neue Freunde für Lili

Am Dienstag wurde es Zeit nach Faro zu kommen. 1 Stunde Fahrt durch die Lagune bei Hochwasser und schon waren wir da. Ein Segler meinte, es wäre ein wunderbares Revier für nichtsegelnde Segler. Wir ankerten in der Nähe der Boje 21 kurz vor Faro, da Faro selber keinen Hafen für Segelboote hat. Und zwar gegenüber vom Flughafen.

Eigentlich könnten wir Denise zu Fuß von der Rollbahn abholen.

Nachmittags fuhren wir mit dem Dinghi hin und erkundeten die Stadt. Eine schöne kleine Stadt mit allem drum und dran und wenig Tourismus.

Anscheinend fliegen alle nach Faro, um dann sofort mit dem Bus ins Hotel nach Vilamoura oä zu fahren. Auf dem Rückweg zum Boot hatten wir leichte Probleme mit dem Tiefgang, denn es war kurz nach Niedrigwasser. Teilweise hätten wir das Boot tragen können aber wir fanden einen kleinen Rinnsal Wasser.

Feigen und Orangen

Am Abend machten wir einen Ausflug zu der Ilha de Faro um eine Cataplana(typisch portugiesisch) zu essen. 45 min durch eine traumhafte Landschaft mit dem Schlauchboot(es störte nur der Motor)und das essen war vom feinsten.

Am Donnerstag, so gegen Mittag war es dann soweit.

 

 

Denise war endlich da. Nach dieser blöden Krankheit war es schön sie wieder auf den Beinen zu sehen. Von den Strapazen zwar noch recht schwach und erkältet. Aber sie kam ja auch zum aufpäppeln. Die Freude war groß.

In den folgenden Tagen sind wir ganz gemütlich bis Lagos zurück getingelt und haben ihr alles schöne zeigen können.

Nach nur einem Tag war die Erkältung besser und der Hautausschlag wurde durch die Sonne und das Salzwasser zunehmend besser.

Die 6 Tage vergingen viel zu schnell.

Von Lagos mieteten wir uns ein Auto und brachten sie am Mittwoch  zum Flieger. Den Rest des Tages nutzten wir das Auto um das Hinterland zu erkunden.

Wir fuhren nach Alte in der Absicht einen Wasserfall zu besichtigen.

Wie eine kleine grüne Oase in der trockenen Landschaft.

Leider, und das bemängeln die Naturschützer, haben die Orangenbauern das Wasser auf ihre Felder umgeleitet.

Somit kein Wasserfall aber grün wars trotzdem.

mit Lili toben

Man kann es wohl verstehen, aber für die Natur und die Tiere(Biber etc) eine Katastrophe.

Nachmittags besichtigten wir Silves und sahen viele Storche.

Danach stand eine Besichtigung von Aldi auf dem Programm denn einfacher ist an Getränke etc nicht ran zu kommen.

Nun geht die Zeit hier Zuende. Ab jetzt bis zu unserem Abflug heißt es nur noch… Arbeit. Wir müssen alles warten, Ölwechsel etc , säubern, wegpacken, Segel abschlagen, waschen, packen etc, etc, etc. Wenn wir Zuhause angekommen sind werden wir bestimmt Urlaubsreif sein;))

Im Frühjahr 2019 planen wir über Andalusien, evtl einen Abstecher nach Marokko, ins Mittelmeer zu segeln

Tschüßi…..bis bald XXX

lecker…

tolle Kunst

Alvor…zu weit hinten geparkt…zur Seite gekippt

 

 

 

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