Es ist nicht zu glauben…wir sind ohne weiter Aufregungen in die Camargue angekommen. Die Camargue ist ein riesiges Schwemmlandgebiet am Rhone Delta. Bekannt für ihre berühmten weiße Pferde, Kampfstierzucht, Reis Anbau, Flamingos und als Brutstätte der Zugvögel.

Von dem Rummelplatz in St Cyprien sind wir nach Gruissan gefahren. Wie immer in letzter Zeit, kaum Wind. Entweder zu viel oder zu wenig. Im Moment fährt man besser etwas später los, dann profitiert man von dem thermischen Wind.

Gruissan war Erholung pur. Eine kleine Stadt mit ca 5000 Einwohner. Die Burganlage, jetzt Ruine hatte früher die Stadt Narbonne geschützt. Heute bietet sie uns eine tolle Aussicht auf die Stadt und Schwemmsandflächen.

Am Samstag gings ein Stück die Küste weiter rauf. Eigentlich wollten wir nach Marseillan. Aber da sie nur ca 3 Gästeplätze haben, wurde unsere Reservierung abgelehnt. Wir mussten mit dem rumeligen Cap d Adge vorlieb nehmen. Mal wieder eine Riesen Anlage.

Gäste liegen sehr unruhig im Vorhafen. Tagsüber fahren hunderte rein und raus und Abends hatten wir ungünstigen Wind, der den Schwell in den Hafen brachte. Aber für eine Nacht wars ok. In der Nähe des Hafens war ein kleiner Restaurant, sehr unscheinbar. Sah eher wie eine Pommesbude aus, aber dort haben wir den besten Fisch seit langem gegessen. Wir haben schon mal auf Heinz kommenden Geburtstag geschlemmt:))

Cap d Adge ist auch für dir größte FKK Anlage Europas bekannt. Sie liegt Nordöstlich vom Hafen und ist ein Areal für 40000 Naturisten mit einem 2 Km langen Strand. Wahrscheinlich auch mit Hundeverbot…also mussten wir auch nicht dahin;))

Am nächsten morgen fuhren wir weiter nach Port Camargue. Der größte Yachthafen Europas mit ca 5000 Liegeplätzen. Und wieder einmal eine Superlative. Die Franzosen haben diese Ferienanlagen wohl mit dem Hintergrund der Passantenstopper gebaut um die nach Spanien reisende Urlauber schon abzufangen.

Da es Heinz Geburtstag war, hatte ich uns heimlich mit Peter und Inga verabredet. Die beiden hatten wir letztes Jahr an der portugiesischen Atlantikküste kennengelernt. Der Kontakt war nie abgebrochen und so wussten wir von unseren Standorten. Die beiden wussten auch, dass Heinz Geburtstag hatte und sind dann in Port Camargue einen Tag länger geblieben. So konnten wir beides feiern. Wiedersehen und Geburtstag.

Gegen Mittag sind wir nur ein kurzes Stück weiter in dem nächsten ruhigen Hafen gezogen.

die coole Lili

Port Gardian in Saintes-Maries-de-la-mer. Dieser Ort hat uns sehr überrascht. Wir vermuteten ein kleines ruhiges Dörfchen aber dem war nicht so. Der Hafen zwar sehr klein und eng aber das Örtchen richtig malerisch.

Kleine enge Gassen mit vielen Restaurants…richtig hübsch.

Bekannt ist dieser Ort als Ziel einer Zigeunerwalfahrt. Verehrt wird die schwarze Madonna.

Gestern Abend war eine große Aufregung im Hafen. Der Rescue fuhr raus, Männer rannten umher, Polizei sperrte ab, Zuschauer wurden verjagt…komisch es war ruhiges Wetter und somit rechnete man nicht wirklich mit einem Seenotfall. Von einem Marinero erfuhren wir dass ein Stier ins Wasser gefallen war. Ihn zu retten war die Aufgabe. Ich glaube sie haben es auch geschafft. Allerdings wurde ein großes aufgeschlitztes Schlauchboot hereingeschleppt. Stier lebt….Boot kaputt:)

Heute hat uns ein doofer Nachbar unseren Flaggenmast abgebrochen. So etwas kann ja mal in der enge passieren aber wenn man glaubt es käme eine Entschuldigung oder etwa die 50€ Entschädigung so hat man sich geirrt. Der hat mir nur frech ins Gesicht gelächelt mit der Aussage….selber Schuld….Hääää? Wir liegen fest und er rammt uns.Ich habe mit dem Hafenbüro und dem Marinero gesprochen. Leider hat man keine Chance ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Ist halt Frankreich. So hieß es…Pech!

Kategorien: Logbuch 2019

1 Kommentar

B&B. · 7. August 2019 um 9:47

Erstmal nochmal herzlichen Glückwunsch nachträglich. Ich nehme mal an, Ihr habt schön gefeiert.
Ansonsten wie immer ein schöner Bericht. Schöne Fotos.
Weiter viel Spaß und gute Fahrt. Wir beneiden euch 😜👍😁
LG B&B

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