Am Dienstag den 24. September verließen wir Polimero Wir hatten eine rupige Überfahrt nach Cetraro.

In Cetraro gab es nicht wirklich viel zu unternehmen bis auf einen Besuch bei Lidl. Die Fahrt dorthin mit dem Rad ist zwar lebensgefährlich(Verkehr) aber da wir zwei Tage dort verweilen mussten, eine angenehme Abwechslung. Der Ort kam nicht infrage…

Diese Steigungen kennen unsere Räder nicht und weigern sich standhaft.

Am Donnerstag konnten wir dann nach Azurra.

Azurra ist wieder ein nettes Örtchen, sehr italienisch mit wenig Tourismus. Die Stadt ist recht verwahrlost was auch an dem fehlenden Tourismus und somit Geld liegen kann.

Für uns war es auch eine günstige Möglichkeit Tropea zu besichtigen. Wir fuhren am Freitag mit dem Zug dorthin. Tropea ist das totale Gegenteil…Tourismus pur. Es hat auch eine tolle Altstadt und die Lage auf den Klippen ist fantastisch.

Es war mal wieder eine nette Abwechslung

Draußen war eh zuviel Welle um weiter zu fahren

Den Bananendieb hat keiner lieb;))

Am späten Nachmittag fuhren wir wieder zurück. Zug fahren ist unheimlich günstig in Italien…erst recht wenn sie keinen Ticketschalter am Bahnhof haben. Dann nämlich muss man sich das Ticket bein Schaffner kaufen…falls er kommt. Und er kam nicht…

Am Samstag gings weiter nach Porto di Palmi…wieder ein Hafen der etwas abseits von Ort war. Alles recht neu angelegt aber ziemlich leer. Es hat sich trotzdem gelohnt hier ein Stopp einzulegen. Super klares Wasser. Ich glaube das war das sauberste Wasser im Hafen dass wir je gesehen haben.

Lili hat natürlich der Strand am besten gefallen. Immer wieder kamen Leute an und wollten mit ihr Ball spielen….Naja wenns sein muss ,macht sie mit

Und dann sahen wir morgens diese merkwürdigen Boote den Hafen verlassen. Das waren Schwertfisch Fischer…sehr interessant. Im Revierführer stand dann..

Am Montag verließen wir Taurianum um in die Straße von Messina einzubiegen. Wir haben ganz ruhiges Wetter. Das sieht man auch daran dass diese Fischer raus gefahren sind. Ich glaube sobald eine etwas höhere Welle da ist wäre es unmöglich.

Und trotzdem kocht das Wasser. Die Strömung ist so wahnsinnig stark. Früher, also vor ein paar hundert Jahren gabs wohl ein extremen Strudel, der von allen Seefahrer gefürchtet war. Nach einen Seebeben hat sich aber der Grund soweit verändert dass er verschwunden ist…Gut so…

Trotzdem haben wir eine Wahnsinnsgeschwindigkeit erreicht:))

Messina war unsere nächste Anlaufstelle. Die Stadt war seltsam ruhig. Wir liefen quer durch und sind kaum Menschen begegnet. Wir erfuhren dass es daran lag dass es Sonntag war. Da flüchtet wer kann aus der Stadt und verbringt nach Möglichkeit das WE auf den Liparischen Inseln oder so.

Das Wasser stand in einem krassen Unterschied zu dem letzten Hafen. Sehr dreckig und haufenweise Quallen…kleine fiese Feuerquallen. Wohl typisch denn sie würden in die Straße von Messina aus dem Süden hinein gespült.

Wie schon erwähnt…kaum Menschen. So und nun zu dem Grund warum ich so nachlässig mit dem Blog war…

Wir haben uns überlegt ein größeres Böötchen zu kaufen. Wir haben uns überlegt da wir 2/3 des Jahres auf dem Boot verbringen, wäre es schön etwas mehr Platz und Komfort zu haben. Als wir in Messina waren stellte sich heraus, dass ein Boot das uns interessierte, sich an der Nordseite Siziliens befand.

Nun wollten wir nicht wieder zurück fahren und so nahmen wir den Zug nach Capo dÒrlando

und kamen an Barcellona 🙂 vorbei.

Nun ja, die Suche nach dem passenden Boot und die weiteren Überlegungen haben viel Zeit beansprucht. Wir sind aber auch ein bisschen weiter gekommen und wissen nun, dass es die Boote die wir besichtigt hatten nicht sind. Abends nahm uns der Brocker, mit dem wir uns dort getroffen hatten, mit seinem Auto nach Messina wieder zurück. Ein Wunder …das wir das überlebt haben…nur fliegen ist schöner.

Viel länger als nötig wollten wir nicht in Messina bleiben. Wieder kamen wir an Schwertfisch Fischer vorbei

Der kam uns ganz schön Nah mit seinem Ausleger…

Von nun an war der Ätna unser stetiger Begleiter

Man konnte ihn immer sehen aber jedes Mal wenn man hinschaut sieht er anders aus. Auf der rechten Seite kam richtig dunkler Rauch raus, links eher weiß. Er soll 4 Krater haben…das werden wir demnächst etwas genauer sehen. Heinz Sohn Andreas kommt seiner Bekannten uns besuchen. Dann haben wir eine Besichtigung geplant.

Von Messina fuhren wir die sizilianische Küste weiter runter in die Bucht von Taormina. Ein netter Ankerplatz in dem immer etwas Schwell geht.

Auch von dort ein herrlicher Blick auf Ätna

eine Riesenqualle

und auf Taormina

Als nächstes stand Catania auf dem Zettel…

Wir waren erst gar nicht angetan von dieser lauten hektischen nicht wirklich sauberen Stadt aber wir blieben dann doch noch 4 Tage. Wir hatten einen Leihwagen und haben uns ein bisschen die Gegend angeschaut.

Wir haben auch sehenswertes in der zweit größten Stadt Siziliens gefunden…vor allem der Markt…

Schwertfisch
???
Alle 10 min muss der Händler sie wieder einsammeln :))
???
Konkurenz für Birgit und Bernd
Jammmie

Nach Catania steuerten wir die Bucht von Sirakusa an. Schlechtes Wetter war im Anmarsch..Das konnten wir auch an dem Rauch des Ätnas sehen

Und von den 33 Grad der letzten Tage..

Auf Stola Wetter, dh Lili hat sich meine Kuschelstola gemopst

Am Montag Abend kamen wir dann in Sirakusa an. Ein tolles Ankerfeld vor dieser super schönen Stadt. Heinz ging noch mit Lili an Land als plötzlich hinter ihm einer “Heinz” rief. Völlig überrascht erkannte er ein irisches Pärchen die wir kurz in Portugal kennengelernt hatten. Sie kannten sogar noch unsere Namen…Wow. Die Freude war groß und sie verabredeten sich für den nächsten Mittag.

Wir hatten natürlich viel zu erzählen. Wir waren auch damals von ihrem Boot angetan und sie boten uns an ihr Boot zu besichtigen. Er erklärte uns alles bis ins Detail. Wir haben uns nun für diese Art Boot entschieden.

Am zweiten Tag vor Anker wurde es zunehmend windiger. Ein Sturm war angekündigt. Angeblich nicht mit soviel Wind aber viel Schwell da er aus Ost kommend in die Bucht weht. Wir entschieden in den Hafen zu gehen. Das Problem beim ankern ist immer mit Lili an Land fahren zu müssen. Bei Regen und Welle kein wirkliches Vergnügen.

Komischer Weise war Lili an dem Morgen ganz verstört beim Frühstück. Sie hatte angst und wollte immer runter in den Salon als ob irgendwo Feuerwerk oder Knallerei wäre. Später am Tag las ich dass es einen Erdbeben um 8.10Uhr gegenüber auf dem Festland gegeben hatte. Vielleicht wars das….Hmm

Der Sturm kam….und wie. Es war der schlimmste den wir bisher erlebt hatten. Soviel Wind, soviel Gewitter und das solange…

Das sind die Bilder von Gestern…als der Sturm schon lägst vorbei war

Heute sind wir wieder nach 4 Tagen weiter gekommen..bis nach Marzememi. Nicht wirklich sehenswert aber ein guter Stopp auf dem halben Weg nach Ragusa. Der Schwell ist in diesem Hafen immer noch gewaltig und die Überreste vom Sturm noch zu sehen.

Müll das angeschwemmt wurde
Kategorien: Logbuch 2019

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