Und immernoch Portimao..

Frühling

Unser Aufenthalt in Portimao dauert länger als erwartet. Wir müssen mal wieder auf etwas warten.. Eigentlich läuft es immer gleich ab…Man muss auf irgendetwas warten und in der Zwischenzeit erledigt man liegen gebliebene Arbeiten.

Diese Mal warten wir auf unsere Unterwasserfarbe(Antifouling).Wir haben uns leider verschätzt und es fehlen uns noch 2 Dosen. Unser “Zeugs” verarbeiten sie hier normalerweise nicht und muss deshalb bestellt werden. Sollte vorgestern da sein, aber ist heute auch noch nicht angekommen. Am Montag kommt unser Bimini Mensch um die letzten Arbeiten zu erledigen. Richtig zufrieden sind wir nicht, aber auch das diskutieren mit diesem Man ist mühselig. Er meint sein Auftrag wäre eine funktionierende Bimini zu bauen und das hätte er erledigt. Aber auf das wie kommt es schließlich ja auch an.

die einfahrt mit den beiden Tonnen…4 Bilder weiter Tonne von der Nähe

Aber wir haben die Zeit gut genutzt um verschiedene Arbeiten zu erledigen. Unser Batteriemonitor hat seinen Platz gefunden. Das so ein kleines Gerät, so ein Aufwand zu installieren ist, hätte ich nicht gedacht. Da wir platzmäßig etwas eingeschränkt sind, musste Heinz auch ein Holzkästchen dafür bauen dh voher ein Brett von 1,2mx0,60m besorgen und damit quer durch die Stadt zu radeln.. dann musste noch eine Batterieklemmleiste montiert werden. Ein Pipiteil für sage und schreibe 80€ und und und…

stürmische See

Desweiteren haben wir von einem Nachbar, eine Gangway abgekauft, die er über hatte. Im Mittelmeer werden wir wohl nicht drum herum kommen als auch mal rückwärts,”römisch-katholisch”wird es genannt, an die Pier anzulegen. In Griechenland ist es sogar üblich vorne den Anker zu werfen und rückwärts die Pier anzustreuern.. Vorwärts ist dieses Manöver nicht möglich. Wenn wir dann mit Leinen fest sind müssen wir irgendwie von Bord kommen. Trara…eine Gangway. Auch dafür musste ein Platz gefunden und eine Halterung montiert werden.

Und zu guter Letzt wurde noch der letztes Jahr gekaufte Motor an unsere Steuerbord Winsch montiert. Dazu ganz dickes Kabel quer durchs Boot unsichtbar verlegt. Dafür mussten wir mal wieder das halbe Boot zerlegen. Aber nun kann auch ich das Großsegel mühelos setzen:))

Ach ja, dann haben wir noch die Segel angeschlagen und das Boot segelklar gemacht

Menschenleer.. im Sommer ganz anders

Zwischendurch dh ja täglich haben wir eine Radtour gemacht. Mal zum Strand, dh meistens zum menschenleeren Strand, mal in die Stadt, mal links herum, mal rechts herum. Bisher haben wir nur gutes Wetter gehabt, meistens sonnig, oft auch starkwindig bevorzugt aus Ost.

Das wäre für uns, wenn es so bleibt und es sieht so aus, nicht so gut. Aber erstmal warten und Tee trinken. Wir sind ja noch nicht im Wasser…

Übrigens weiß ich jetzt auch warum der Storch ,Klapperstorch heißt. Heinz meinte das wäre doch klar..Auf jedem, aber wirklich jedem Schornstein, Laterne etc ist ein besetztes Nest. Manchmal so hoch, dass man sie nicht sieht aber hören kann man sie von weitem…klapper…klapper

jeder besetzt

Wir haben uns gewundert, dass sie einfach die ganzen Fabrikschornsteine bewohnen können. Dann habe ich gelesen dass es zb in Olhao 82 Thunfischfabriken gegeben hat. Heute nur noch 2 existieren. Das erklärt einiges…

Neues Jahr , neues Glück..

Hallo,ihr lieben….erstmal ” Frohes Neues Jahr”

Am 2. Februar sind wir vor dem Schnee und der Kälte geflüchtet.

…nur wenn man rausschaut ist es gemütlich:)

Wir sind wieder an Bord in Portimao. 3 1/2 Monate waren Zuhause und hatten viel erlebt. Schönes, sehr schönes aber auch trauriges. Die Standesamtliche Hochzeit meines Sohnes, die Geburt von “Krabbe” Sebastian aber leider auch die Beerdigung von Heinz Mutter. So nah sind manchmal Freude und Trauer. Aber wir haben auch schöne Zeiten mit der Familie und Freunde gehabt. Silvester haben wir in Cuxhaven (wenigstens etwas Meer) verbracht , danach die Boot in Düsseldorf. Ab dann war kein halten mehr….

Nach einem anstrengenden Anreisetag, erst recht für Lili…Zug nach Frankfurt, denn nur Lufthansa befördert unser Tier in der Kabine, 3 Std Flug nach Faro und dann noch 1 Std mit dem Leihwagen nach Portimao. Nach der Ankunft mussten wir uns etwas beeilen und das Schiff bewohnbar zu machen. Dann einkaufen, kochen und komatös ins Bett fallen….endlich Urlaub:))

Im Moment sind wir noch auf dem trockenen dh wohl noch ca 1 Woche. Es müssen erst noch einige Arbeiten gemacht werden…Das Unterwasserschiff muss mit Antifouling gestrichen werden,

der Rumpf poliert, Heinz muss noch einige Kabel verlegen.

Chaos an Bord

Ein Batteriemonitor muss noch sein Platz finden und eine neue Bimini (Sonnenschutz über dem Steuerstand)war bestellt. Gottseidank hatten sie sie auch noch nicht aufgestellt und befestigt denn so wie sie geplant war hätten wir weder unsere Winschen(wichtig zum segeln)noch wären seitlich rausgekommen. Da denkt man daß das Fachleute sind??Nunja, es war noch nichts passiert. Jetzt wird nochmal überlegt..

Wettermäßig könnte es nicht wirklich besser sein. Hier scheint die ganze Zeit schon die Sonne 16°C, blauer Himmel mit ein paar Zirren. Abends wenn die Sonne weg geht wird’s empfindlich kalt 5°C. In der letzten Woche soll es viel geregnet haben. jetzt ist alles grün und es ist Frühling. Die Mandelblüte hat begonnen.

Wir haben auch schon einige Leute hier auf dem Platz kennengelernt die auch an ihren Schiffen arbeiten und teilweise große Reparaturen machen müssen. Im Gegensatz zu denen, haben wir es schon ganz gut.

So, nun werde ich mich erst wieder melden, wenn wir hier loskommen. Unser Plan ist jetzt die Küste weiter runter zu segeln bis Cadiz. Dann rüber nach Marokko, Tanger(Abstecher zu meinem Geburtshaus)Danach entweder die spanische Enklave Ceuta oder direkt Gibraltar….mal sehen wie spät es dann ist…denn Anfang April kommen uns die Kinder in Malaga besuchen. Ola, bis bald

Saisonende

Ich liebe das Ende der Saison….(Reinhard Mey) Alles wird ruhiger und leerer. Seit dem 01. Oktober zahlen wir sogar nur die Hälfte in den Marinas:) Die Temperaturen werden auch erträglicher..

Wir waren jetzt die letzte Woche noch in Lagos und haben schon mal langsam angefangen das Schiff winterklar zu machen. Wir haben alles waschbare gewaschen(Ölzeug, Decken, Wäsche, Leinen) und schon mal einige Arbeiten erledigt zB. Motor- und Getriebeölwechsel bei dem Aussenborder.

Da unser Aussenbordermotor mit Seewasser gekühlt wird muss der mit Süsswasser gespült werden. Man schliesst den Wasserschlauch an. Startet den Motor und lässt ihn ca 5 Minuten so laufen. Nichts ahnend waren wir Stolz auf unser Tageswerk…

Am nächsten Morgen wollten wir voller Elan weitermachen und den Ölwechsel an unserer großen Maschine machen als wir ganz erschrocken min 1 Liter Wasser in der Motorbilge(Wanne unter dem Motor)vorfanden:((Dann ging die Suche los….

Unter unserem Bett haben wir auch kleine Kammern/Wannen/Stauraum. Und natürlich sind sie nicht leer. Da befinden sich unsere Ersatzteile und viele Sachen die man nicht jeden Tag braucht.

Natürlich fanden wir auch dort in jedem Loch 1 Eimer Wasser. Alles musste ausgeräumt werden, alle Teile aufs Schiff verteilt zum trocknen. Sogar unsere Matratzen waren in einer Ecke nass. Eimer für Eimer wurde das Wasser wieder hinaus befördert. Und woher kams?Ja , genau…Man merke, man sollte die kleinen Fenster(Lili Fenster)zu machen bevor man den Aussenborder spült….Trara…

Lili Fenster

So kann man den Tag auch verbringen und der Ölwechsel wurde auf den nächsten Tag verschoben.

Das wiederum lief komplikationslos ab. Bis auf, dass man aussieht als ob man in Altöl gebadet hätte.

Dann haben wir noch Hurrikan Leslie abgewartet. Gottseidank hat sie die Algarve verschont. Sie hat erst Kurs darauf genommen ,ist dann aber nach Norden abgedreht. Wir haben eine etwas unruhige Nacht mit ein bisschen mehr Wind gehabt.

Ich könnte stundenlang zuschauen…

Montag hat es dafür den ganzen Tag geregnet.

Der erste Regen seit Monaten.. An dem Tag haben wir 2 DVDs geguckt und ansonsten versucht eine Firma/Spedition/Paketdienst zu finden die unseren Dinghi bezahlbar nach Bremen transportieren würde.

DVD Tag:)

Hatte ich erwähnt dass potugiesisch unmöglich zu verstehen ist. Angeblich ist es geschrieben, ähnlich spanisch aber die Aussprache ist eher russisch. zB sprechen sie ein Wort wie Estaleiro nicht wie geschrieben aus sondern “Schtaleiro”. Das bedeutet..man kann noch nicht einmal erraten was sie sagen, denn der Anfang des Wortes fehlt.

Naja, das zu den Telefongesprächen auf portugiesisch. Meistens können sie etwas Englisch aber denoch ist es schwierig. Also habe ich versucht es über Deutschland zu regeln. Bei UPS,GLS,Fedex,TNT und co.  Leider sprechen sie in den Telefonzentralen auch nur gebrochen Deutsch oder Englisch. Da kamen wir auch nicht weiter. Letztendlich lief es immer darauf hinaus, dass man es in Portugal beauftragen muss.

Nerven Nahrung

Nach mehreren erfolglosen Tagen mit duzende von Anrufen, Anfragen per Internet , die unbeantwortet blieben haben wir etwas eindringlicher mit der Firma gesprochen von dem wir das Dinghi gekaufft haben. Sie werben schließlich damit”Tausende Pakete täglich in die ganze Welt zu verschicken”

Letzendlich hats dann geklappt. Dachser wird es für 104€abholen(Andere lagen zwischen 280€und 560€)

Nass sehen sie anders aus

Am Dienstag Morgen wollten wir nach Portimao fahren denn am Freitag werden wir dort aus dem Wasser gekrant. Wir versuchten den Motor zu starten…..nada….Und wieder, und wieder….Das gabs doch nicht. Unser immer zuverlässigerMotor wollte nicht. Wir hatten aber nichts gemacht bis auf den Ölwechsel und daran konnte es nicht liegen. Eine halbe Stunde und mehrere Versuche später, sprang er an. Warum?Wissen wir bis heute nicht.

Dann haben wir unsere letzte Fahrt für dieses Jahr angetreten. In Portimao angekommen haben wir uns erstmal von Peter und Inga verabschiedet. Sie flogen am Mittwoch nach Hause. Mal sehen ob man sich nochmal über den Weg läuft. Die Welt ist ja so klein…

Dann hiess es Segel abschlagen, alles bewegliche abbauen, verpacken. $ Monate wird sie nun an Land mit Sahara Sand einstauben.

Seit Anfang dieser Woche ist es wieder etwas voller geworden. Dieses Mal hört man aber überall die Leute Deutsch reden. Wir wurden erinnert…es sind Herbstferien. Kälter ist es nun auch geworden. Tagsüber meist 22-24°C Wasser gerade mal über 20°C.

So nun habe ich alles berichtet. Dh mir fällt ein, dass ich Lilis Durchfall vergessen habe. Aber das ist ein S…Thema. Das vergessen wir malwieder schnell. Es geht ihr wieder gut. Wir müssen jetzt nur noch unsere 7 Sachen und Lili packen und los geht’s….bis nächstes Jahr

XXX

Wenn ihr euch fragt “Wo denn die Störche sind?”…Hier überall…

 

 

 

Faro und das Ende dieser Reise

Fischer bei der Arbeit

Die Zeit vergeht wie im Flug und ich bin gar nicht zum schreiben gekommen. Nun werde ich es nachholen, denn es gibt einiges zu berichten. Es wird länger werden, aber da es wahrscheinlich der letzte Bericht für diese Jahr wird, könnt ihr ihn euch auch einteilen:)

In Portimao sind wir erst gegen 17 Uhr angekommen, weil wir in Alvor (Flachwasser) erst spät wegen der Tide los konnten.

Da die Werft Freitags um 18 Uhr zu macht, sind wir sofort mit dem Dinghi dorthin losgedüst. Unser Winterlager haben wir sofort dingfest gemacht. Übrigens schrieb mir die andere Werft(der Termin stand noch) gestern und hat mir noch kurzfristig abgesagt, weil sie doch kein Platz haben. Ich habe nicht schlecht gestaunt.

Portimao

Portimao hat uns sehr gut gefallen. Man hat dort auch viele Möglichkeiten.

Wir blieben noch einen Tag, verproviantierten uns, denn wir wollten direkt nach Faro zum ankern. Es lagen die Häfen von Albufeira

Albufaira

und Vilamoura auf dem Weg, aber ankern in einer Lagune ist einfach toll. Zudem kam auch, dass die Häfen bis zum 01.10.  recht teuer sind.

neben Albufeira

Aber Pläne sind dafür da umgeschmissen zu werden. Peters Geburtstag wollte gefeiert werden und so machten wir einen Zwischenstopp in Vilamoura.

Vilamoura

Einmal kann man sich Vilamoura antun. Der Hafen hat einige Rekorde gebrochen. Leider war es das teuerste bisher. Für den Preis bekamen wir aber Sanitäranlagen vom feinsten aber auch auf den Tischen tanzende Engländer die “Who the f… is Alice” die halbe Nacht gröllten.

Vilamoura besteht aus einem Hafen voller Motorboote(groß,größer am größten)von Bars, Restaurants und Andenkenläden umringt und drum herum Golfplätze. Nur die Reichen und Schönen oder die es werden wollen:))

Sandalgarve

Am nächsten Morgen gings sofort weiter nach Faro dh wir haben nach der Einfahrt in der Lagune vor der Insel Culatra geankert.

Culatra ist noch recht ursprünglich. Sie besteht aus Sand und es leben viele Fischer dort. Es gibt wenig Tourismus dh einige Tagesgäste schon aber wenig Unterkünfte.

der hatte was:)

Das Ankerfeld war recht groß und gut besucht. Wir mussten etwas suchen bis wir ein Plätzchen hatten. Der Grund war sehr verkrautet und flach. Wir brauchten somit zwei Anläufe bis der Anker hielt.

Irgendwie fühlte ich mich nicht so wohl dort. Man kann es manchmal nicht erklären, warum.

Beim spazieren auf der Insel ist Lili dann zwei mal angefallen worden von einheimischen Hunden dh der erste war ein großer Hund, der zweite eher eine Ratte. Aber das ist wohl ok so, hat halt mit Revierverteidigung usw zu tun. Wir mussten ihr helfen aber wozu hat man sonst Freunde;)

Am nächsten Morgen wurden wir gegen 6 Uhr von den Wassertaxis geweckt. 2 Stunden vor und nach Hochwasser schießen sie, von Culatra über eine überflutete Sandbank nach Olhau auf der anderen Seite… direkt vor unserer “Haustür”.

Aber Morgenstund hat…Wir haben uns fertig gemacht und wollten dann auch  mit dem Dinghi nach Olhau.

Sie haben schöne Markthallen(Obst und Fisch). Als wir auf dem halben Weg rüber waren, sahen wir eine Wolkenwand(unsere erste) auf die Bucht zukommen. Kurze Zeit später fing es auch an zu wehen(Wir erfuhren später…so doll, dass einige Anker nicht hielten)Plötzlich hatten wir eine Welle gegen an. Jede zweite kam über. Als wir anlegten waren wir mal wieder bis auf die Unterwäsche mal nass. Wegen dem Wind und das schwindende Hochwasser war unser Besuch eher kurz ausgefallen.

das Wasser läuft weg

In dem Ankerfeld trafen wir Hacko und Nora von der Anixi wieder. Sie fragten, ob wir zu einem spontanen Grillabend am Strand Lust hätten. Wir lernten noch 2 Paare mit Kindern kennen und verbrachten einen schönen Abend zusammen. Zufälliger Weise kam eine der Frauen aus Bad Westernkotten. Im Gespräch kam heraus, dass wir wohl im selben Zeitraum eine Jugendkneipe in Herzfeld besucht hatten. Die Welt ist doch klein.

neue Freunde für Lili

Am Dienstag wurde es Zeit nach Faro zu kommen. 1 Stunde Fahrt durch die Lagune bei Hochwasser und schon waren wir da. Ein Segler meinte, es wäre ein wunderbares Revier für nichtsegelnde Segler. Wir ankerten in der Nähe der Boje 21 kurz vor Faro, da Faro selber keinen Hafen für Segelboote hat. Und zwar gegenüber vom Flughafen.

Eigentlich könnten wir Denise zu Fuß von der Rollbahn abholen.

Nachmittags fuhren wir mit dem Dinghi hin und erkundeten die Stadt. Eine schöne kleine Stadt mit allem drum und dran und wenig Tourismus.

Anscheinend fliegen alle nach Faro, um dann sofort mit dem Bus ins Hotel nach Vilamoura oä zu fahren. Auf dem Rückweg zum Boot hatten wir leichte Probleme mit dem Tiefgang, denn es war kurz nach Niedrigwasser. Teilweise hätten wir das Boot tragen können aber wir fanden einen kleinen Rinnsal Wasser.

Feigen und Orangen

Am Abend machten wir einen Ausflug zu der Ilha de Faro um eine Cataplana(typisch portugiesisch) zu essen. 45 min durch eine traumhafte Landschaft mit dem Schlauchboot(es störte nur der Motor)und das essen war vom feinsten.

Am Donnerstag, so gegen Mittag war es dann soweit.

 

 

Denise war endlich da. Nach dieser blöden Krankheit war es schön sie wieder auf den Beinen zu sehen. Von den Strapazen zwar noch recht schwach und erkältet. Aber sie kam ja auch zum aufpäppeln. Die Freude war groß.

In den folgenden Tagen sind wir ganz gemütlich bis Lagos zurück getingelt und haben ihr alles schöne zeigen können.

Nach nur einem Tag war die Erkältung besser und der Hautausschlag wurde durch die Sonne und das Salzwasser zunehmend besser.

Die 6 Tage vergingen viel zu schnell.

Von Lagos mieteten wir uns ein Auto und brachten sie am Mittwoch  zum Flieger. Den Rest des Tages nutzten wir das Auto um das Hinterland zu erkunden.

Wir fuhren nach Alte in der Absicht einen Wasserfall zu besichtigen.

Wie eine kleine grüne Oase in der trockenen Landschaft.

Leider, und das bemängeln die Naturschützer, haben die Orangenbauern das Wasser auf ihre Felder umgeleitet.

Somit kein Wasserfall aber grün wars trotzdem.

mit Lili toben

Man kann es wohl verstehen, aber für die Natur und die Tiere(Biber etc) eine Katastrophe.

Nachmittags besichtigten wir Silves und sahen viele Storche.

Danach stand eine Besichtigung von Aldi auf dem Programm denn einfacher ist an Getränke etc nicht ran zu kommen.

Nun geht die Zeit hier Zuende. Ab jetzt bis zu unserem Abflug heißt es nur noch… Arbeit. Wir müssen alles warten, Ölwechsel etc , säubern, wegpacken, Segel abschlagen, waschen, packen etc, etc, etc. Wenn wir Zuhause angekommen sind werden wir bestimmt Urlaubsreif sein;))

Im Frühjahr 2019 planen wir über Andalusien, evtl einen Abstecher nach Marokko, ins Mittelmeer zu segeln

Tschüßi…..bis bald XXX

lecker…

tolle Kunst

Alvor…zu weit hinten geparkt…zur Seite gekippt

 

 

 

Ria Alvor

 

Am Montag sind wir gegen Mittag wieder in See gestochen. Ganze 4 sm bis Alvor. Das war nicht gerade schwierig. Nach einer 3/4 Stunde waren wir in der Einfahrt. Etwas tricky ist es mit 1,60m Tiefgang zum Ankerplatz zu kommen. Bei Niedrigwasser unmöglich und bei Hochwasser sieht man die Sandbänke nicht. Also sind wir bei halber Tide rein, ganz langsam. Nachdem wir an die erste Boje ankamen steuerten wir auf die zweite und letzte zu. Von weitem kam ein Ortskundiger entgegen und fragte nach unserem Tiefgang. Dann deutete er mit hektischen Handbewegungen von der Boje weg. Beim näher kommen rief er, dass die Boje falsch liege(wozu dann eine Boje?)Glück gehabt…weiter gings in die Lagune.

Wir fanden noch ein Plätzchen zum ankern auf 4 Meter Tiefe denn nach Möglichkeit sollte auch bei Niedrigwasser die berühmte Handbreit Wasser unter dem Kiel sein.:)

 

Nun hatten wir das Gefühl angekommen zu sein. Bei Hochwasser lagen wir ganz toll in einem See und bei Niedrigwasser ganz ruhig wie in einer Badewanne.

Nach dem Trubel von Lagos war es hier Erholung pur.

5 Tage blieben wir in der Lagune. Die Hitze war hier besser zu ertragen und wenn es zu warm wurde….plansch, ab ins 24,8°C warme türkisblaue Wasser . Ja, ich weiß….und höre auf damit:))

Meine Tochter fragte ob es nicht langweilig wäre……….Nö

Wir in den Dünen auf Holzstege spazieren gegangen,

haben die Muschelsammler beobachtet und ihre Ausdauer bewundert.

Wir haben Flamingos,

Fischreiher und viele andere Vögel beobachtet.

und wurden beobachtet

Wir waren baden. Wir haben Hacko und Nora von dem Segelschiff Anixi kennengelernt und schöne Stunden zusammen verbracht. Wir sind durch den Ort Alvor geschlendert. Sind mit vielen gut gelaunten(meist Engländer)ins Gespräch gekommen. Einfach toll…

Alvor bei Nacht und Vollmond

aber nun müssen wir ein Häuschen weiter. Gestern rief ich in der Werft an, um mir den Termin fürs  Winterlager nochmal bestätigen zu lassen. Und wie es der Zufall will, erzählte mir ein Werftmitarbeiter, dass der Kran “auf einmal” nur bis 5 t kranen kann(wir6-7t) Ich konnte es nicht glauben…

Nun werden wir einen kleinen Zwischenstopp in Portimao einlegen und uns dort nach einem Platz erkundigen. Peter und Inga sind auch da und sehr zufrieden.

Danach wird’s Zeit nach Faro zu kommen. Bevor wir am 21.10. wieder nach Hause fliegen, kommt meine Tochter uns für ein paar Tage besuchen.

blub…blub

Wohnungsbau

sozialer Wohnungsbau

 

Lagos

Einfahrt zum Hafen

Lagos ist der erste typische Ort an der Algarve. 100% Tourismus, 90 % in englischer Hand, Luxusmarina mit allem drum und dran dh ein super Ausrüster für Ersatzteile,, super Duschen, Waschmaschinen, Promenade zum flanieren aber auch viele Menschen und bis spät in der Nacht laute Musik. Übrigens auch der teuerste Hafen bisher:(

 

 

Zur Geschichte: Von Lagos fuhren die Entdecker in die unbekannte Welt. Heinrich der Seefahrer war einer davon. Sie brachten Gold, Edelsteine, Gewürze und auch Sklaven. Lagos entwickelte sich ab 1443 zum ersten Sklavenmarkt Europas. Bis 1755 war sie auch Hauptstadt der Algarve.

ehemaliger Sklavenmarkt

total ko

Da es nur 3 Stunden von Sagres nach Lagos war, sind wir erst gegen Mittag losgefahren. Beim vorbeifahren am Ponta de Piedade haben wir einen ersten Blick auf die Grotten und wunderschöne Felsformationen werfen können.

Die Zufahrt zum Hafen führt über einen 800 m langen Kanal der in einem Fluss übergeht. Man kommt sich vor wie Samstags auf dem Westenhellweg in Dortmund. Vor, hinter rechts und links fahren Ausflugsschiffe, kleine Boote, Angelboote, Schiffe voller Kajaks Yachten und Fischer etc rein und raus. “Dolphin Watching” oder zu den Grotten steht hoch im Kurs. Nach der Anmeldung konnten wir zu unserem Anleger. Hier trifft man sich dann wieder….Peter und Inga, Liam und Maggie ein ganz nettes irisches Paar die wir in Sines kennengelernt hatten. Andere wiederum hatten wir Lissabon etc kennengelernt. Da alle irgendwie in die gleiche Richtung fahren trifft man den einen oder anderen wieder.

In Lagos bleiben wir 4 Tage, geniessen die Badebuchten, das wärmere Wasser, füllen die Kammern auf und bereiten uns auf die schönen Lagunenlandschaften die noch folgen werden. Gestern sind wir mit dem Dinghi zu den Grotten gefahren. Abends gabs eine Landestypische Spezialität …PiriPiri Hähnchen. Dafür sind wir quer durch den Ort zu einem einheimischen Lokal gefahren. Es hat sich gelohnt.

nur so kann man die 35°C aushalten:)

Heute wollten wir die Stadt mit dem Rad erkunden. Bei 35°C haben wir es uns und Lili zuliebe abgebrochen. Es ging kein Lüftchen und  so sitze ich hier nun  schreibend vor dem Ventilator 🙂

 

 

Auf zur Algarve

Die Algarve…Portugals südlichste Provinz. Sie nahm schon immer eine besondere Stellung ein. Unter den Mauren war sie ein eigenes Königreich und auch später hieß es “König von Portugal und König der Algarve”.

Beim großen Beben von1755, wo 2/3 des Landes zerstört wurde, hatte es die Algarve auch schwer getroffen. Kaum ein Gebäude blieb stehen und die Region rückte an den Rand des Geschehens.

Ab den 60er Jahren florierte der Tourismus…auch heute noch. Es gibt die Westalgarve mit den bizarren ockerfarbenen Felsen und ab Faro beginnt die Sandalgarve mit kilometerlangen Sandstränden.

Die Region zählt zu den wettersicheren Gebieten auf der Welt. Luft10-30°C Wasser 16-22°C und 3000 Sonnenstunden im Schnitt.

Aber bevor wir dort angekommen sind, hatten wir noch ein paar kleine Hürden zu bewältigen…

Am Sonntag verließen wir Oeiras an einem dunstigen Morgen. Unter Maschine fahrend brauchten wir 5 Stunden bis zum Hafen in Sesimbra. Da dieser Hafen sehr klein ist haben wir vorher angerufen ob sie denn Platz für uns hätten. Es hieß zur Zeit nicht aber später wollten 3 Schiffe noch ablegen.

Also los…gegen 14.30 Uhr kamen wir an und waren etwas enttäuscht. Es wurde uns, als der Ort in dem die Portugiesen Urlaub machen, angepriesen. Mit ganz tollen frischen Fisch in den Restaurants. Da wir ca 2 Km vom Ort entfernt waren, war davon nichts zu sehen. Wir bauten die Räder zusammen…und als wir in dem Ort ankamen, waren wir wiederrum froh, soweit Außerhalb zu sein. Der Strand war wegen Überfüllung geschlossen.

Wir fanden auf dem Rückweg ein kleines einheimisches Restaurant, die uns erlaubten Lili mit ein zu schmuggeln. Hunde sind eigentlich überall “Drinnen” verboten egal ob Restaurant oder Schuhgeschäft. Wir wählten unser Fisch aus der Theke aus. Ein Blaumäulchen…kannten wir vorher auch noch nicht. Er wurde, von uns  zum “Best Fish” gekürt.

Am nächsten Morgen sind wir bei dichten Nebel aufgebrochen, in der Hoffnung, dass es noch aufklart und wir die 7 Stunden bis Sines genießen könnten…hat es aber nicht. Mit einer Sicht von unter 20 Meter war es langweilig anstrengend. Die Augen mal wieder nur auf dem Bildschirm. Erst als wir in den Hafen einfuhren, konnten wir wieder etwas sehen. Am Land war es klar.

Schnell sind wir noch los und haben eine Poststelle gesucht. Dieses Mal sogar fündig geworden und zwar 3 min vor Ladenschluss. Ein kleines Päckchen für meine Tochter zum Geburtstag wollte auf die Reise. Ein kleines Geschenk, was wir auf dem Markt der Diebin in Lissabon gekauft hatten.

Sines war die Geburtsstadt von Vasco da Gama.

Leider ist der Flair der Stadt etwas vergilbt. Es wurde wohl eine Zeitlang ziemlich viel gebaut und danach verfallen lassen.

Menschenleerer Strand

Gipfelstürmer

Am Dienstag Morgen hatten wir unseren Wecker mal wieder auf 5.30Uhr stehen. Das letzte Stück der Portugiesischen Westküste ..62 sm dh 12-13 Std bis hinter dem Kap, ohne Möglichkeit Unterschlupf zu finden, stand an.

Wir wurden geweckt und der Nebel war so dicht, dass wir das Boot in der Nachbarbox kaum sehen konnten. Da wir  schon das letzte Stück so motort waren, wollte wir das nicht 2 Tage hintereinander. Also drehten wir uns nochmal um…..:))

Es war trotzdem nicht ganz angenehm in dem Hafen zu liegen. Wir hatten die ganze Nacht einen ganz schönen Schwell. Das Schiff ruckte hin und her. Ein Nachbar kannte sich aus und meinte es lag an dem Orkan vor der Irischen See. Die Ausläufer der Wellen waren bis hierhin zu spüren.

Gegen 10 Uhr morgens verflüchtigte sich der Nebel. Das gab uns die Gelegenheit unsere Teppiche mal zu schrubben und während sie trockneten machten wir einen Ausflug zum Lidl. 10% Steigung und gefühlte 20 Km(in Wahrheit 2  Km)Entfernung.

Am Mittwoch hat es dann endlich geklappt. Der Hafenmeister machte mir zwar keine große Hoffnung nebellos davon zu kommen, doch es hat geklappt. Bei schönstem Sonnenschein teils gesegelt, teils motorgesegelt(wegen der Zeit, wenn das segeln zu langsam wurde)kamen wir am Cabo Sao de Vincente, Europas südwestlichster Punkt vorbei. Die Wellen waren trotzdem beachtlich. Kaum dass wir den Kap umrundet hatten, beruhigte sich das Wasser. Wir liefen in die Bucht von Sagres ein und ließen unser Anker gegen 17.30Uhr fallen.

Heinz machte sich sofort auf dem Weg mit Lili zum Strand.

Was man vom Boot aus nicht sehen konnte, war die leichte Brandung. Als Heinz versuchte anzulanden, kam eine große Welle und schmiss das Schlauchboot auf und über ihn. Pudelnass und ziemlich sauer über 2 tatenlose, lachende Urlauber, kam er wieder. Ich konnte so gerade noch seine Laune mit Kartoffelpü, Würstchen und Sauerkraut retten.

Es war danach ein Bilderbuch Abend vor Anker….

und noch was…

unsere undichte Stelle ist gefunden

neuer Lieblingsplatz..auf dem Rad

bei der Arbeit:)

Lissabon und Oeiras

typisch für Lissabon

Ich glaube in Oeiras war der bisher beste Hafen, klein, fein sehr sauber und sehr freundliches Personal. Was will man mehr. Ach ja, einen Pool hatten wir bisher auch noch nicht:))

Lilis Strand

Am Mittwoch sind wir gegen Mittag in Oeiras angekommen. Es waren ja nur 6 sm. Da ich noch am schwächeln war wegen der Erkältung haben wir es ruhig angehen lassen. Wäsche waschen(Miele Maschinen:). einkaufen, duschen…halt das übliche…

Ponte 25 de Abril

bei Nacht

Am Donnerstag gings dann mit dem Zug nach Lissabon. 20 min und wir waren im Zentrum. Der Name Lissabon kommt von “Schöne Bucht”. Die Stadt liegt auch in einer wirklich schönen Gegend.  Der Rio Tejo liegt ihr zu Füßen. Sie ist auf 7 Hügeln erbaut, was das besichtigen etwas erschwert. An 3 Stellen gibt es Elevatoren

Elevator Santa Justa

, die es einem etwas erleichtern von der Unterstadt in die Oberstadt zu kommen, sofern man sie findet;)

Auf der einen Seite freue ich mich immer wieder eine neue Stadt zu erkunden, auf der anderen habe ich eine Aversion gegen Großstädte(zu laut,zu voll)

Mit dem Reiseführer in der Hand gingen wir auf Entdeckungsreise. Es war schön die imposanten Gebäude, Kirchen, Statuen zu sehen und über die Geschichten zu lesen. Man lernt dabei viel über vergangenes…über den Aufstieg Lissabons zur Großmacht, über den Einfluss Englands, über die Diktatur bis hin zu der Revolution der Nelken 1974.

Denkmal der Entdeckungen in Belem

Bei solchen großen Städten empfinde ich immer diese geballten Menschenmengen als sehr nachteilig, die überfüllten Straßen und ebenso der laute Verkehr.

volle Straßen

Sao Vincente

In Lissabon war es besonders voll. Ganz viele Busse, rote gelbe blaue Hop on Hop Offs, hunderte Tuc Tucs und dann die vielen großen geführten Reisegruppen, zu Fuß, mit Rad oder Segways, von den Kreuzfahrschiffen drängten sich durch die Straßen. Natürlich wir auch..

da versteckt sich ne kleine AIDA

Es ging entweder rauf oder runter und zwar recht steil. Um alles an einem Tag zu sehen, hätte man die Strecken joggen müssen und das könnt ihr euch denken war nicht unsers. Also fuhren wir am Samstag nochmal hin und haben den nicht gesehenen Rest nachgeholt.

Markt der Diebin…man sagt, dass wenn einem etwas “abhanden” gekommen ist, man es dort evtl wieder findet

Rossio, das Herz der Stadt

und wieder rauf…

Klosterruine

über den Dächer Lissabons

Wahrscheinlich machen wir es auch falsch. Man müsste sich eine Woche Zeit nehmen und sich täglich etwas gezielt anschauen. Aber da bei uns der Fluchttrieb spätestens nach 2 Tagen ausbricht, versuchen wir soviel wie möglich auf einmal mitzunehmen. Im großen und ganzen haben wir es genossen…vor allem der Sprung in dem Pool nach unserer Rückkehr:))

Christo

Jetzt sind wir auf dem Weg nach Sesimbra. Es sind noch ca 100 sm bis zur Algarve. Wir liegen gut in der zeit. Jetzt freuen wir uns auf den (laut Empfehlung) frischen Fisch im nächsten Hafen

Cascais, kleiner Nachtrag

Eigentlich hätte ich von der letzten Nacht in der Ankerbucht einen eigenen Beitrag schreiben können.

Heinz hatte unseren neuen Motor ausprobiert…er schnurrt wunderbar. Da denkt man alles schön..aber es gibt immer etwas.

Nun hat das neue Schlauchboot eine Undichtigkeit an der Naht. An einer ganz blöden Stelle. Wir können es nur mit UPS nach Bremen schicken:((

Abends sind wir mit Lili nochmal in den Ort spazieren gegangen. Dabei haben wir die Zeit ganz vergessen und ganz plötzlich war es dunkel. Ärgerlich denn im dunkeln zum Boot zurück zu fahren ist nicht ganz so schön. Aber es sollte noch besser kommen…

Es hatte auch noch ordentlich aufgebriest. Böen fegten übers Wasser und wir hatten sogar ne Welle in der Bucht. Nun mussten wir irgendwie zum Boot. Gut dass wir den Motor haben denn ich glaube rudernd hätten wir ein Problem gehabt. Min 3x kam die Welle über. Wir waren Pudelnass. Lili hatte etwas Panik. Da wir den Motor noch am einfahren sind dauerte es, dementsprechend und gefühlt sowieso, lange.

Und zu allem Übel bin ich jetzt erkältet…Frauenschnupfen;(

UM 23 Uhr kam unser wohlverdienter Schlaf….bis 2 Uhr. Da hat ein Franzose wohl gedacht, abzulegen. ! Std lang hat er versucht seinen Anker hoch zu holen und hat sich uns immer wieder auf 3 Meter genähert. Ratter,ratter,ratter. Er steckte fest. Wir saßen in der Plicht und schwankten zwischen “Blödmann muss das sein?” und Mitleid wegen der blöden Situation. Irgendwann waren die Batterien wohl leer und wir hatten Ruhe. Am nächsten Morgen war er weg.

Jetzt sind wir in dem kleinen feinen Hafen Oeiras mit Pool und Brötchenservice:))und ich kuriere meine Erkältung aus bevor wir Lissabon entern

Vom Stierkampf bis Cascais

Hallooo…

Nazare hat uns gut gefallen. Das frühere Fischerdörfchenist heute ein Tourizentrum mit riesiger Badebucht. Seinen alten Charakter hat es trotzdem bewahrt. An fast jeder Ecke sitzen die älteren Fischerfrauen und verkaufen ihren Bakalar(getrockneter Fisch). Noch eine Spezialität ist der Ginja. Ein Sauerkischlikör der immer mit einer Kirsche serviert wird.

 

 

Abends warben sie für den Stierkampf. Da Heinz noch nie da war und der Stierkampf heute unblutig sein sollte hatten wir uns Karten geholt.

Wir hatten unser “Kind Lili” ins Bett gebracht und sind um 22 Uhr wieder mit dem Elevator nach Siteo gefahren.

Nazare

Vor der kleinen Arena wurden fleißig Fotos mit den Helden des Abends gemacht. Sie werden wie Stars verehrt.

Pünktlich um 22 Uhr ging das Spektakel auch schon los.

Sie kamen in die Arena mit edlen Pferden und zT auch zu Fuß. Wir hatten irgendwie die naive Vorstellung einer Show aber als der erste von Acht Stieren reingelassen wurde,

merkten wir sehr schnell dass es wohl doch nicht unblutig war. Zwar werden die Stiere nicht mehr getötet aber schon mit den Spießen stark verletzt.

Die Leute waren begeistert aber unsere Stimmung sank.

Nachdem der Reiter ganz viele Spieße platziert hatte, kamen die wahren Helden, die den Stier einfach einfingen.

Nach dem 2. Stier sind wir wieder gegangen.

Es ist einfach eine Tradition. Wenn man damit aufwächst ist es völlig normal. So normal wie Ponnyreiten bei uns auf der Kirmes. Als ich klein war haben wir in Spanien gelebt und ich kann mich sehr gut daran errinnern wie wir uns jedes Jahr auf den Stierkampf(blutig) gefreut haben…heute unvorstellbar…

Erst wollten wir noch einen Tag verlängern,denn es sollte voraussichtlich spät werden aber nach dem frühen Abbruch konnten wir morgens weiterfahren.

Um 9 gings dann nach Peniche. Peniche war einmal eine Insel aber ist mittlerweile mit der Küste verbunden. Sie ist Portugals zweitgrößter Umschlagsplatz für Sardinen. Es gibt nur einen ganz kleinen Minihafen mit Anlegesteg für Besucher, dafür aber viele Ausflugsschiffe die Touries zu den vorgelagerten Berlinga Inseln bringen und im vorbeifahren durch ihren Schwell die Tassen vom Tisch fegen:(

Am nächsten morgen haben wir kurz nach 6 abgelegt. Wir hatten ca 9 Std vor uns und gegen Abend sollte der Wind etwas zunehmen, zuviel für unseren Geschmack.

Nach dem ablegen lag die Herausforderung darin im dunkeln keins der vielen Reusen mitzunehmen.

im hellen schon schwer zu sehen

Die Leinen blockieren gerne die Schraube. Heinz hat sich als Späher versucht und mich im zick zack Kurs dadurch geführt. Gerade in Hafennähe liegen sie geballt aus.

Es war leider den ganzen Tag dunstig und kalt. Wir hatten mal wieder “lang” an. Leider konnten wir den Cabo da Roca, Europas westlichster Punkt nur erahnen.

Ganz schwach konnten wir die Umrisse sehen…Leider war auch nicht von Portugals Neuschwarnstein der Palast von Dena zu sehen. Es war auch sonst kein angenehmes segeln denn die Welle war verhältnismäßig sehr hoch und hat und ganz schön durchgeschaukelt.

Kurz nachdem wir das Kap umrundet hatten brieste es auch schon ordentlich auf. Die Wellen wurden höher, der Dunst verflog und die Sonne kam heraus.

Als wir auf Cascais in der Tejo Mündung zufuhren ließ der Wind auch nach und wir hatten plötzlich 32 °C.

So schnell kamen wir gar nicht aus der Pelle wie es warm wurde. Nassgeschwitzt haben wir in dem Luxushafen angelegt.

Cascais ist der Urlaubsort der Reichen und Schönen Lissaboner. Abend dh eigentlich schon Nachts haben wir den Grill noch angeschmissen bei angenehmen 26°C und den Tag ausklingen lassen.

Am nächsten morgen haben wir uns in die Bucht vor Anker verlegt. Mit etwas Abstand vom Trubel ist es wesentlich schöner.

auch vor Anker..

Morgen wollen wir ein kleines Stück den Tejo hochfahren bis Oeiras. Dann stehen einige Tage Lissabon auf dem Programm..

Tschüß..

Heinz bei der ProbefahrtLili sucht Herrchen 

Richtig große Quallen

Surfer heutzutage, nur fliegen ist schöner

alles klar, denn die DB zahlt aus in bar…

neu entdeckter Lieblingsplatz

Polizei :))

zu spät..