Garrucha Bildergalerie

Regen an Ostern
Nachwehen
auch mal schön…nicht mehr auf der “Rue de Galopp”…um zu dem Boot zu kommen braucht man einen Schlüssel:)
Karfreitagsprozession
Schwierigkeit unter den Leitungen zu kommen
Frauen haben auch eine Schwesternschaft
20 Frauen pro Seite
seitlich mit Moorings( vorn und hinten) angelegt wegen dem starken Schwell

San Jose, Garrucha und Ostern

Nachdem klar war dass unser Radkörbchen nicht mehr kommen wird, haben wir gegen 10 Uhr Richtung San Jose abgelegt.

Die Jessica von der Marina Aquadulce ist super nett. Sie hat telefoniert und erfahren, dass der Korb fälschlicherweise statt Samstag mit Express geliefert zu werden…auf Samstagslieferung bestellt wurde. Und da es diesen Samstag nicht geklappt hatte, wollten sie ihn nächsten Samstag liefern. Nee, nee das wäre zu lange warten für uns und sie hat die Bestellung storniert. Sie war aber auch so freundlich für uns einen Platz in San Jose zu reservieren. Dieser Hafen ist nämlich winzig.

hinten rechts…der Hafen

Im Moment ist das segeln eher schwierig. Hier schwirren ständig kleine und große Gewitterzellen durch die Luft und machen das Wetter eher unbeständig. Meist blauer Himmel und oft sonnig aber der Wind wechselhaft und heftig. Oft hat man an einem Tag Westwind und am nächsten Ostwind. Manchmal dreht der Wind auch plötzlich um 180 Grad.

Auf dem Weg nach San Jose mussten wir um den Cabo de Gata fahren.

Cabo de Gata

Da das Meer sehr ruhig war, konnten wir recht dicht daran vorbei. Ich hatte letztens von einer Untiefe gelesen, die am Kapp sein sollte, bei der sich die See heftig bricht bei schwerem Wetter. Man sollte dicht bei (das war mir zu heikel) oder 1 sm Abstand nehmen. Nun war die See sehr ruhig. Auf dem Plotter auch nichts zu sehen. Wir motorten am Kapp entlang. Die Felsen Sahen auf einmal sehr interessant aus…als ob sie übergossen worden wären…waren sie auch…von Lava bei dem letzten Vulkanausbruch vor langer langer Zeit.

Wir bestaunten sie und fuhren etwas näher dran. Auf einmal ging der Tiefenmesser von 26…18…12…8..4 rapide bergab.

Mir fiel die Untiefe wieder ein, machte eine 180° Wende und hielt die Luft an, bis der Tiefenmesser sich wieder entspannte.

Gegen 15 Uhr waren wir in diesem kleinen Hafen angekommen. Es lagen ganze 15 Yachten drin. Davon war unser Böötchen eines der größten…selten. Aber wir lagen trotzdem, recht geschützt.

Unseren Aufenthalt in San Jose haben wir sehr genossen. Es ist ein kleines Dörfchen mit tollem flachen Strand. Ein Paradies für Kinder und Lilis.

Abends der letzte Gang mit Lili

Da zur Zeit Semana Santa und somit Osterurlaubszeit ist, war es recht voll mit spanischen Touristen. Viele waren auch schon im Wasser und sonnten sich am Strand.

An den letzten beiden Tagen gab es ein ordentliches Unwetter mit Starkwind aus Ost dh es war eigentlich nur Starkwind. Ab Mitternacht sollte es eine Stunde Flaute geben und dann auf West drehen. Am nächsten Morgen wollten wir weiter ziehen.

Unser nächstes Ziel ist Cartagena…75 sm. Vorher gibt es 2 Möglichkeiten anzulegen die aber nicht so toll sein sollen. Mal schauen wie weit wir kommen…

Proviant für unterwegs…die gute Hühnersuppe

Kleiner Nachtrag…

Morgens um 7 Uhr klingelte der Wecker. Wir checkten das Wetter. Es hatte ganz schön gekachelt in der Nacht aber wie vorausgesagt …bis Mitternacht. Die Vorhersage versprach vorerst wenig Wind aber später segelbar.. Aber als wir das Schiff verließen, konnten wir das donnern der Wellen an der Mauer hören. Es war schon gewaltig. Wir schauten einmal über die Mauer und entschieden bis 10 Uhr zu warten. Die Welle wurde mit der Zeit gemächlicher und wir konnten los, zwar nicht Cartagena aber vielleicht Aguilas.

es fing an sich zuzuziehen..

Nach ca 2 Std fing es an richtig ungemütlich zu werden. Ringsherum kleine Gewitterzellen. Es wurde windiger(West), kälter und die Wellen(Nordost) immer höher. Es fing dann auch an zu schütten. Es war eine langgezogene Welle aber bestimmt 3m und manche auch 4m. Wir kletterten sie seitlich hoch was uns ausbremste um daraufhin auf der anderen Seite runter zu rauschen. Es stand dann fest….wir laufen Garrucha an und hofften, dass es sich bis dahin (noch ca 3 Std) etwas beruhigen würde damit wir gefahrlos einlaufen konnten. Das hatte es auch…aber bis wir endlich da waren, Wiederholte sich die Szene immer wieder. Erst etwas Beruhigung… dann wieder Gas und heftig.

Um 16 Uhr waren wir in Garrucha fest. Klatschnass aber froh. Es ist eigentlich der Hafen, den wir nicht anlaufen wollten wegen den schlechten Kommentaren im Netz.. Sehr viel Schwell..das stimmt auch, aber uns hat es nur in den schlaf geschaukelt:)

Belohnung

Costa Tropical bis Costa de Almeria

Am Mittwoch nahmen wir Abschied von Benalmadena und verließen die Costa del Sol. Die Sonnen verwöhnte Küste… Leider haben die Kinder davon nicht viel mitbekommen.

Marina del Este sollte unser nächster Hafen werden. Für die 42 sm hatten wir 8 Std gerechnet. Ein Nachbar meinte in 6 Std wären wir da. Haha….Wir haben doch keine Rennziege:) Aber siehe da, mit schönen 15 kn Wind und 2 kn Strom die uns geschoben hatten, waren wir tatsächlich in 2 Std da.

Dieser Küstenabschnitt nennt sich Costa Tropical. 320 Sonnenstunden und die geschützte Lage vor der Sierra Nevada lassen es recht warm und tropisch werden.

Der Hafen war sehr schön und idylisch gelegen. Hinter oder besser gesagt zwischen den Felsen gebaut mit glasklaren Wasser(nur leider zu kalt).

unser Schatten am Grund

Leider auch etwas teuerer 3x mehr als Benalmadena. Im Grunde haben diese Puerto Deportivos alle die gleichen Preise.Lediglich ist bei dem einen Vorsaison und bei dem anderen Mittsaison. Wir hatten eh keine Ruhe mehr zu verweilen und wollten einfach weiter segeln.

Auf dem Weg sah man immerwieder die schneebedekten Berge der Sierra Nevada

und davor die riesigen Gemüseanbauflächen….Europas Gewächshaus mit Wintergemüse.

die Flächen sind mit weißer Folie abgedeckt

Diese Flächen sind so groß dass man sie vom Weltall aus sehen kann. Heinz meinte ich hätte das schon mal erwähnt aber ich finde es halt interessant. Gurken, Zucchini,Tomaten,Paprika und co kommen von hier.

Am Donnerstag waren wir zuversichtlich ähnlich schnell zu sein. 46 sm waren es bis Almerimar. Doch leider kommt es anders als man denkt…Es war weniger Wind da als gemeldet, was bedeutete dass wir nur 2 Std segeln konnten. Rest der Zeit musste der Motor aushelfen. Wir brauchten 8 Std und zwar 8 warme Stunden. Ohne Wind war auch keine Abkühlung da….nur Sonne.

Zu Almerimar gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Eine Retortenanlage ähnlich Benalmadena, jedoch ohne Umfeld und etwas in die Jahre gekommen. Wir wollten erst etwas bleiben , fühlten uns aber nicht so wohl. Am nächsten Morgen haben wir, trotz dass kein Wind gemeldet war, abgelegt.

Nach 3 Std Motoren sind wir in Aguadulce angekommen. Hier wurden wir nett empfangen. Auch malerisch gelegen vor einem Berg. Nebenan der herrliche Strand….was will das “Hunde” Herz mehr.

grober Sand und super klar

Angekommen haben wir sofort unsere Bimini aufgebaut um uns vor der Sonne zu schützen. Wir haben zwar nur 23 Grad aber in der Sonne ist es ganz schön warm….bruzzel..

In dem marinabüro waren sie auch so nett mir bei der Bestellung eines neuen Radkorbes für Lili zu helfen. Es sollte eigentlich am Samstag per Express ankommen. Am Montag kommt es bestimmt.

Da wir hier direkt an einer Tauchbasis liegen haben wir gedacht, dass das die Gelegenheit ist wieder einzusteigen. Die letzten Jahre sind wir vor lauter segelei gar nicht zum Tauchen gekommen.

Wir haben uns angemeldet und am Sonntag um 8.30Uhr sollte es mit ihren Tauchschiff zum Cabo Gato losgehen. Am Samstag hatten wir dann genug Zeit das Equipment zu checken und ein paar Reparaturen am Böötchen zu machen. Es gibt immer etwas zu tun. Dieses mal hat es in meinem Schrank “rein geregnet” dh Wasser hat sich unter dem geräteträger einen Weg ins innere gesucht. Das musste abgedichtet werden.

Am Sonntag sind wir um 7 Uhr aufgestanden. Um (.15 Uhr standen wir mit unserem gerümpel in Neopren gekleidet vor der geschlossenen Basis….Nach einiger zeit kam auch jemand der meinte dass die Tauchgänge wegen “schlechter Sicht” abgesagt wären.

(Glasklares Wasser)Ob wir denn keine Nachricht bekommen hätten?. Ich liess mir den verschlafenen Chef geben dem es angeblich Leid täte aber er sich das garnicht erklären konnte das wir keine Benachrichtigung bekommen hätten aber….Manana….Von wegen….Habe geschimpft wie ein Rohrspatz und eine Grotten schlechte Bewertung hinterlassen.

Stattdessen haben wir Lili in ein Bus geschmuggelt und sind nach Almeria gefahren.Wir wollte ja eigentlich mit dem Rad fahren. Es sind auch nur 10 Km aber diese küstenstrasse ohne Randstreifen gleicht einer Ralleystrecke…lebensgefährlich..

In Almeria war eine Prozession…es war sehr interessant. Heute Palmsonntag beginnt die Karwoche, die Semana Santa. Diese hat grosse Bedeutung und wird hier hoch gefeiert. In Andalusien gibt es über 50 Brüderschaften. sie organisieren die Semana Santa. Heute war die 1. Prozession und täglich folgen weitere. Heilige werden geschmückt und von Trägern durch die Strassen befördert. Gefolgt von Musikgruppen und rausgeputzte Familien. Begleitet wird so ein Umzug von 2 Doppelreihen vermumte Personen mit spitzer Kapuze…den Büßern. Die Zugehörigkeit zu der jeweiligen Brüderschaft, erkennt man an der Farbe der Kleidung.

interessant zu beobachten…einstudierte Schrittfolge

Jetzt sind wir wieder in der Marina…. Morgen hoffen wir auf den Korb….und dann auf einen Plätzchen in San Jose. Der Nachbar in Benalmadena hat es uns wärmstens empfohlen.

Besuch in Malaga

Am Dienstag war es endlich soweit…Um 13.45Uhr konnten wir die Kiddies am Flughafen im Empfang nehmen. So lange her und doch wiedererkannt dh klein Sebastian genannt Krabbe hat sich schon ganz schön verändert. 2,5 Monate machen schon was aus.

Alle an Bord

Nach dem einschecken im Hotel haben wir uns in Benalmadena auf dem Schiff getroffen. Eine kleine Löwenfütterung und ein bisschen quatschen und schon war der Tag rum.

Platz ist in der kleinsten Hütte/Boot:)

Am nächsten Tag hiess es erholen von der Anreise… Hotel Mama und ein bisschen spazieren einmal in Richtung Castillo de Bil Bil, später in Richtung Torremolinos. Danach gechillt und Kim hatte spaß daran mit dem Dinghi Sightseeing durch den Hafen zu machen. Jeder durfte mal mitfahren.

so wird gechillt
Bil Bil
verdienter Schlaf

Am Donnerstag haben wir Malaga besucht.

vor der Kathedrale Malaga

Kim und Natalie waren dort im Hotel untergebracht untergebracht …mitten in Malaga mit Blick von oben in die Stierkampfarena. Wir haben mit ihnen die Runde gemacht die wir schon kannten.

mit Pablo Picasso in der Nähe seines Geburtshauses

Kim und Natalie haben sich dann später noch für die E-Scooter begeistert die man überall mieten kann und haben nochmal auf eigene Faust ihre Runden gedreht.

Am Freitag war viel Regen gemeldet (Übrigens hatten sie wirklich Pech mit dem Wetter…die einzig wirklich schlechte Woche haben sie erwischt)und so entschieden wir uns für die Höhlen von Nerja. Es hat aber auch wirklich in Strömen geregnet aber dort waren wir gut aufgehoben. Nachmittags hatte sich der Regen verkrümmelt und wir konnten auf dem Rückweg bei Kathrin und Rainers Hotel in Rincon halt machen und ein bisschen spazieren gehen.

Am Samstag haben wir ihnen Mijas (das weiße Dorf) gezeigt da es uns dort sehr gefallen hatte.

Diese Mal haben wir dort in einem Secret Garden lecker gegessen. Secret weil es versteckt war. Die Häuser sind so ineinander verschachtelt dass man gar nicht vermutet was sich dahinter verbirgt.

Putzerstation
Übrigens Samstag Nacht entwendet;(( Schloss durchgesägt
Dienstag für Ersatz gesorgt

Am Sonntag Granada….Eine etwas längere Anfahrt und leider wieder ein Regentag.

Auf dem Weg konnten wir die Schneebedeckten Berge der Sierra Nevada bewundern. Es war auch kälter als an der Küste …nur 9°C und sehr kalt. Und wie immer ist es bei Regen nur halb so schön aber dafür gibt es Hopp on Hopp off Busse.

Weil wir Lilis Tasche dabei hatten durften wir auch mitfahren. Das war auch gut so nicht nur wegen dem Regen sondern Granada ist sehr weitläufig. Es gibt mehrere interessante Stadtteile, jedes für sich eine Reise Wert und natürlich die Alhambra.

Das am meistbesuchtesten Touristenattraktion Europas. Ich habe gelesen dass es am schönsten ist von der Plaza Nuevo zu Fuß zur Alhambra(auf dem Berg)hoch zu laufen. Aber mit Kindewagen(Stufen) und Fußlahmen (Kim) keine gute Idee. Es war trotzdem ein schöne Tag

im arabischen Viertel

Am Montag, der letzte Tag, war wieder Benalmadena dran. Es gab noch eine Paella vom Chefkoch persönlich und eine Bolognese für die die keine Krabbeltiere mochten.

Apropos Krabbe…er hat alles super toll mitgemacht. Ein Richtig zufriedenes kleines Kerlchen.

Ausflug nach Ronda..Bildergalerie

Die Puente Nuevo…bekannte Steinbrücke über einer tiefen Schlucht El Tajo. Sie verbindet die Neustadt 15 Jh mit der Altstadt aus maurischer Herrschaft
grünes Andalusien
atemberaubende Landschaften
gewagter Aussichtspunkt:)
Plaza de Toros…Stierkampfarena aus dem 18Jh
wie immer…wenn es etwas schönes zu sehen gibt…viel zu voll
Mädels in Tracht
Heinz hat etwas auf der Schulter;))
Und zum Schluß….noch ein Frühlingsgruß

Estepona und Benalmadena

Gegen 14:30 Uhr erreichten wir Estepona. Nun war es soweit…wir mussten römisch-katholisch anlegen. Es ist eigentlich nicht schwerer als andere Anlegemanöver, nur anders. Man muss rückwärts eine Betonpier ansteuern. Da unser Boot aber hinten durch die Windfahnensteuerung sehr verbaut ist, hat man nicht viel Platz zum hantieren. Dazu kommt noch dass wir die Windfahne gerne behalten würden. Aber alles ging gut und dank unserer tollen Gangway(nochmals Dank an Fritz und Bo von der SY Muffet) kommen wir auch bequem runter.

Estepona wurde uns zum verweilen sehr empfohlen. Der Hafen ist auch wirklich ganz nett. Einige Restaurants und eine gut besuchte Promenade. Am nächsten Tag sind wir kreuz und quer durch die Stadt geradelt. Wir haben die Altstadt besucht, Tapas gegessen und auf dem Rückweg den Aldi leer gekauft. Vollbepackt gings wieder aufs Schiffchen.

Am Dienstag gings dann doch weiter. So richtig hatten wir keine Ruhe mehr denn wir wollten noch eine Bleibe für uns suchen, für die Zeit wenn die Kinder nach Malaga kommen. Telefonisch auf spanisch ist das nicht ganz einfach.

unterwegs

Wir haben dann den 35 sm entfernten Hafen in Benaldena angepeilt. Wir hätten aber auch eins der 3 Häfen ( einen luxuriösen und zwei kleinere) von Marbella anlaufen können. Da das Wetter nicht so beständig ist und Starkwind die Tage kommen sollte entschieden wir durch zu fahren. Auf keinen Fall wollten wir in Marbella festsitzen.

jetzt liegen wir zwischen 11 und 15

Um 16 Uhr kamen wir in Benalmadena an. Eine tolle Anlage. Der Marinero wies uns ein Platz zu der sehr unruhig war und wir überredeten ihn uns einen anderen zu geben. Dort lagen wir erstmal ganz gut bis der Wind auffrischteund Wellen sich in den Hafen drückten.Ab dann war auch auf diesen Liegeplatz Rodeo angesagt…Jupppieee

Sittiche

Ein benachbartes schwedisches Pärchen mit 2 Kindern haben dort überwintert. Sie erzählten dass die Frau zwischenzeitlich ins Hotel gezogen war weil sie Seekrank wurde.

Katzen überall, werden aber gut gefüttert

Nun hatten wir 2 Wochen Zeit bis die Kinder kommen. Wir erkundeten die Gegend mit dem Rad…fuhren am Strand entlang nach Torremolinos.

Da sich das Wetter verschlechterte (dh eigentlich nur Starkwind) konnten wir nicht weiter. Die Kinder haben Hotels in Malaga und hinter Malaga gebucht und deshalb wollten wir noch nach Candado ein kleiner Hafen hinter Malaga kommen. Vor dem Stadthafen in Malaga wurden wir von mehreren Seiten gewarnt. Sehr unruhig, sehr laut, keine Sanitären Anlagen und sehr teuer.

Buganvila

Da kam uns die Idee 5 Tage einen Leihwagen zu nehmen und uns eine Bleibe von Land aus zu suchen. Wir hatten ja Zeit und so konnten wir die Häfen mit dem Auto abfahren und auch unser Päckchen von dem Trans Ocean Stützpunkt in Almerimar abholen. Heinz freute sich schon auf das basteln… ein zweites Solarpaneel und eine W-Lan Antenne mussten angebracht werden. Also fuhr ich am Freitag mit dem Bus und Zug zum Flughafen und holte unseren Flitzer(Fiat 500) ab

Am Samstag waren wir den ganzen Tag unterwegs. Den Hafen Candado mussten wir streichen da er voll aber auch versandet ist und wir dort nicht reinkommen würden. Wir fuhren die Küste weiter zum nächsten Hafen. Der war wieder rum genauso weit von Malaga entfernt wie der jetzige und für ne Nacht oder 2 ok aber für 2 Wochen?? Wir fuhren weiter nach Almerimar und holten unsere 3 Pakete ab. Auf dem Rückweg stoppten wir an den berühmten Cuevas de Nerja. Leider waren wir zu spät und sie zu. Die Nerja Höhlen erstrecken sich über eine Länge von 5 Km. Dort wurden menschliche Überreste (Bestattungsriten)und ca 20000Jahre alte Malereien entdeckt. 1959 wurden die Höhlen von 5 Freunden durch Zufall entdeckt. Heute wird dort noch geforscht und ein Teil ist sogar für die Öffentlichkeit gesperrt. Da wir schon ordentlich Hunger hatten belohnten wir uns mit Tapas und ein Eis und entschieden dabei in Benalmadena zu bleiben.

Eins war aber klar…auf unserem Liegeplatz konnten wir nicht bleiben. Wir gingen deshalb nochmal zum Büro, verlängerten unseren Aufenthalt und bekamen noch einen Platz im Inneren der Anlage. Im März geht’s noch. Wir liegen nun in der ersten Reihe..hat den Nachteil, dass man auf dem Präsentierteller sitzt aber den Vorteil dass unser Besuch gefahrlos an Bord kommen kann und das ohne Seekrank zu werden.

Am Sonntag besuchten wir ein kleines Bergdorf,Mijas. Ein pueblo blanco. Das hat uns sehr gefallen…klein,(hat sogar eine eigene kleine Stierkampfarena)schnuckelig und nicht zu überlaufen.

Picasso

Am Montag war malaga dran. Da wir Malaga mit den Kindern noch ausgiebig machen wollen haben wir uns nur den Hafen und ein bisschen die Stadt angeguckt.

Kathedrale Malaga
berühmte Bodega

Am Dienstag wollten wir es noch ausnutzen, dass wir den Wagen haben und dachten ja Marbella sollten wir uns doch vielleicht noch antun….Fehler!… 5€ Autobahn hin….5€ parken für 1 Std…ein Gang durch den Hafen…etwas Promenade…5€ Getränke..5€ Autobahn zurück. Von Glanz keine Spur…nur Touri-Hochburg

Am Mittwoch fuhren wir wieder zum Flughafen, gaben den wagen ab und nahmen gleich einen neuen wieder mit. Dieser Tausch war um 2/3 günstiger als den vorhandenen Wagen zu verlängern. Nun zahlen wir für die nächsten 2 Wochen nur 49€.

Jetzt sind wir schon über eine Woche hier und haben schon den 2. Sturm hinter uns.

Gestern hat es hier ordentlich geweht aber wir liegen nun wie in Abrahams Schoß. Hoffentlich haben wir ein paar schöne warme Tage wenn die Kids kommen. Ein bisschen Sonne tanken tut immer gut

Und nun ein paar Impressionen vom Glück…

Gibraltar

In Tanger hatte sich an der Situation nichts geändert. Heinz hatte nach wie vor Hausarrest und so ein Pech….am Dienstag konnten wir noch nicht weiter. Wir hatten Ostwind und nicht wenig. Aber am Mittwoch war die Gelegenheit. Ein Tag Westwind. Das mussten wir nutzen sonst wäre Heinz durchgedreht. Er war wie ein Tiger im Käfig. Ist auch blöd…er konnte noch nicht einmal mit Lili im Hafen spazieren gehen,er musste an Bord bleiben. Ich bin gegen Mittag zum Supermarkt gegangen, da wir kein Brot mehr hatten und Heinz hat alles Edelstahl auf Hochglanz poliert. Hatte doch etwas gutes:))aber pssst…

Um die Strömung gut abzupassen haben wir den Wecker auf 6 Uhr gestellt. Am Vortag bezahlt und klar gemacht, dass ich ausklarieren kann um diese Zeit.”Kein Problem” hieß es “Wir sind 24 Std da”

Um 6.30 Uhr sind wir zum Büro gegangen. Nee…so nicht. Wir müssten erst das Boot zum Anmeldesteg verlegen…Ok, dann halt so.

7 Uhr wieder mit dem Pass dorthin. Dieses mal behielt er den Pass und meinte bevor er den Stempel geben könnte, müsste erst der Zoll dagewesen sein. Dann würde ich den Pass wieder bekommen. Auf die Frage wann der Zoll denn käme…so 10 min…

7:30 Uhr nachgefragt…noch 20 min…Ich war schon sauer…Wollte sagen, dann behalt ihn doch, habe noch einen;)

8:30 Uhr Zoll kam, ich bekam mein Pass. Juuhuu also los…..Nein….wir mussten nun auf die Gendarmerie warten…Grrrr….Wann?….in 20 min…..WO ist die versteckte Kamera??

9:00 Uhr wieder Wann?….in 10 min

9:30 Uhr Gendarmerie Männchen kam, ging einmal die Treppe runter, fragte ob wir etwas schmuggeln, Nein? dann Aufwiedersehen. Heinz meinte uns bestimmt nicht, nie wieder. Ich dachte bloß weg hier bevor Heinz noch verhaftet wird……9:45 Uhr endlich los.

Bei diesem Aufenthalt können wir Tanger leider nicht beurteilen. Den Aufenthalt in der Marina schon. Sie ist ganz neu dh 7 Monate alt. Es wird auch noch drumherum viel gebaut. Im Moment ist sie noch ziemlich leer. Da es kein EU Land ist, ist die Bürokratie ziemlich anstrengend. Das mit dem Pass war unsere Schuld und auch Pech aber wenn man bedenkt dass wir 3 Std gebraucht haben um auszuklarieren, möchte ich nicht wissen, was wäre wenn der Hafen voll wäre und 20 Boote ablegen wollten. Spätestens dann würde das System zusammenbrechen. Die Stege, selbst der Zaun wurde täglich geputzt aber auf der anderen Seite waren die Duschen, einige Lampen, Stromsäulen und Stecker kaputt. Das Wifi auch nicht stabil. Egal, Heinz werde ich da nicht mehr hinbekommen.

Über Ceuta haben wir uns informiert und es hörte sich auch nicht wirklich einladend an. Vielleicht ein guter Standort um Innlandausflüge zu machen aber das hatte sich ja erledigt. Also wurde es gestrichen und wir steuerten Gibraltar an.

Als wir aus der Bucht von Tanger kamen schlief der Wind ein, dafür wurden die Wellen immer höher und kamen aus allen Richtungen…verückt. Wir konnten nur noch die Segel bergen, denn das schlagen war nicht mehr schön. Unter Motor bockte das Böötchen trotzdem noch aber nicht mehr so laut. Wir fuhren parallel zum Verkehrstrennungsgebiet(Autobahn der Dickschiffe- runter eine Spur-rauf eine Spur) Auf einmal kam der Wind wieder und wir holten nur die Genua(Vorsegel) raus, denn der Wind kam achterlich(von hinten). Mit der starken Strömung kamen wir auf 8,5 Kn-9Kn über Grund. Es ging gut ab.

Als wir am VTG vorbei waren, wollten wir die Bahn kreuzen um Gibraltar anzupeilen. Da ging es wieder mit dem taktieren los. Wann ist ein guter Zeitpunkt um die erste Seite zu schaffen? Aber auf einmal drehte der Wind in 5er Schritten auf…12Kn, 17Kn, 23 Kn…zum Schluß hatten wir 27-28 Kn und in Böen 31Kn.

Jetzt war es schwierig den Kurs zu halten, denn wir hatten die Welle genau auf der Seite. Aber das reichte noch nicht. Die Spannung wurde noch etwas dadurch erhöht dass 2 Tanker immer mehr abfielen und somit auf uns zukamen. Als wir die beiden hinter uns hatten(sie kamen recht nah)liefen wir in die Bucht ein. Wir konnten etwas abfallen und die Loge zeigte tatsächlich einmal 11,2Kn Fahrt über Grund. Ich wusste gar nicht dass die Anzeige 2-stellig ist. Normal haben wir höchstens 7 Kn , selten mal mit Strömung 8Kn. Der Wind wurde einfach nicht weniger. In der Bucht ankerten viele Dickschiffe. Es war schwierig zu sehen welcher ankerte und welcher gerade losfuhr.

Blick von oben

Dazu kamen die Katamarfähren, die eine Riesenwelle schmissen. Als dann der Hafen immer näher kam wurden die Wellen erträglicher.

Eine Herausforderung war noch das Anlegen an einer hohen Betonpier zum Anmelden. Bei 1 Meter Welle bockte das Böötchen etwas an der Wand. Dann mussten wir mit den Papieren zur Anmeldung. Mit Höckerchen und zwei helfenden Händen habe ich es geschafft, den Meter Höhenunterschied zu überwinden. Ja man wird einfach älter;)

Dann zu guter Letzt noch den Anleger bei Seitenwind und Strömung. Als wir dann endlich fest waren fiel uns ein Stein von Herzen.

Im Hafen trafen wir auch einen anderen deutschen Segler. Er wurde auch von Wind und Wellen überrascht(es war auch so nicht vorhergesagt) und ist nach dem Auslaufen aus Gibraltar wieder umgekehrt und hat seinen alten Platz wieder eingenommen. Leider hatte sich sein Freund verletzt. Das war uns gottseidank erspart geblieben.

Marokko hinter den Wolken

Gibraltar, das ist mal wieder so ein Ziel oder besser gesagt ein Zwischenziel, das man geschafft hat:)) Nungehts ins Mittelmeer ….bis wir haben keine Mittel mehr.

vom Foto abfotografiert

Der Fels ist ganz schön beeindrückend (426mhoch)

Heinz ist mit dem Cable Car hochgefahren und ist etwas herumgewandert. Wir blieben unten (Lili+Affe=nicht gut) Er war bis zu O Haras Battery , der südlichste und höchste Punkt gelaufen.

Das ist eine Arteleriebatterie die auf die Strasse von Gibraltar gerichtet ist. Die Affen sind natürlich die Herren hier. Die einzigsten wilden Affen Europas.

Eine Legende sagt, solange die Berberaffen über den Upper Rock turnen, solange wird Gibraltar britisch sein.

nicht zum schmusen geeignet
noch einer??

Das zweite interessante ist der Flughafen…die Start und Landebahn kreuzt die Zufahrtsstrasse nach Gibraltar dh wenn ein Flieger kommt/geht werden die Schranken runtergelassen. Die Strasse ist dann gesperrt.

Start

Auch darf eine bestimmte abgesteckte Wasserfläche von Segelbooten dann nicht befahren werden….einmalig in der Welt

Das dritte interessante ist, dass man auf britischen Grund ist.

bekomme die Bilder immer noch nicht gedreht:(

Fish and Chips und lauter Leckereien überall:)) Die Grenze ist aber allerdings recht anstrengend, sehr voll und weil wir mit den Rädern Fahrzeuge sind, mussten wir uns mit den Autos und Motorrädern einreihen…sehr laut und stressig. Dazu gabs jedesmal:) eine Verwahnung, da wir keine Helme dabei hatten(GB ok aber Spanien Helmpflicht) Die Kinder bringen uns demnächst unsere mit

Stadtmauer Gibraltar

Auch ist interessant, dass es hier oft Nebel geben soll. Aufjedenfall bleibt meistens eine Wolke am Felsen hängen. Böse Zungen behaupten, das ist so damit sich die Engländer wohl fühlen.

Ach ja einen interessanten Menschen haben wir auch kennengelernt. Tom, Östereicher und guter Schrauber. Er kam zu uns an Bord um sich eine Undichtigkeit einer Ermeto- Verschraubung(Metallverschraubung an dem Dieselfilter) anzuschauen und nebenbei erfuhren wir von seinem Leben. Seit 5 Jahren hängt er hier fest. Jobt und versucht seine beiden Boote flott zu bekommen. Eine recht schwierige Aufgabe.

Parkplatz

Nun segeln wir nach Estepona. Wir sind gerade um den Felsen herum.

Jetzt können wir Estepona direkt anlegen aber der Wind spielt mit uns…von 3Kn bis 17 Kn ist alles drin…nicht vorhersehbar….mal seitlich dann wieder von vorn. …verückt aber wohl ein bekanntes Phänomen hier.

und wieder landet einer

Auf zu neuen Kontinenten..

Am Nachmittag sind wir in Cadiz angekommen. Die Fahrt war recht frisch. Kim, mein Sohn, meint wir stöhnen auf hohen Niveau…wenn ihr 15 °C hättet wären die Eisdielen schon voll;)) Aber dennoch sind 15 °C auf dem Wasser bei Wind sehr kalt:(

Als wir in die Bucht von Cadiz einliefen drehte der Wind alle 5 min…von NW auf O dann wieder N usw. Wir rollten die Genua ein und fuhren mit Motor weiter. Der Hafen sah nicht sehr einladend aus…eher wie ein Industriehafen aber gut geschützt.

Abends unternahmen wir den letzten Versuch nach Sevilla zu kommen und siehe da…am nächsten Morgen fuhr ein Zug dahin. 8:40 Uhr Abfahrt-10:20 Ankunft und Lili in der Tasche kein Problem, jedoch brauchte sie auch ein Ticket

Danach haben wir eine Runde durch diese superschöne Stadt gemacht.

einen beherzten Sprung

Wir bekamen einen kleinen Eindruck. Cadiz soll die älteste Stadt Spaniens sein.

Die Riesen Altstadt komplett mit einer Stadtmauer eingefasst, eine schöne Kathedrale und lauter kleine enge Straßen und Gassen die zu Plätzen mit Cafes und Restaurants führten.Hier trafen sich die Leute um bei milden 20°C den Tag ausklingen zu lassen.

Am Samstag fuhren wir dann Zug. Sehr angenehm..tatsächlich punktlich, sehr sauber und die Sitzplätze nicht so beengt wie bei uns. Die 1,5 Std vergingen wie im Flug und schon waren wir in Sevilla.

Sevilla ist einfach Schön. Wir waren uns einig, dass es bisher die schönste Stadt auf unserer Tour war.

Gemütlich, viele Grünanlagen,

sehenswerte historische Gebäude, eine beindruckende Kathedrale,

eine der größten Kirchen der Welt( mit Grab von Kolumbus), die Plaza de Espana…einfach toll.

Giralda(Wahrzeichen der Stadt…damals 1184 eins der höchsten Bauwerke der Welt,

Außergewöhnlich ist dass der Turm bis zur Höhe von 70m zu Pferd bestiegen werden konnte-das war zur Nachrichtenübermittlung wichtig), der Turm an der Kathedrale mit Giraldillo

,die Figur an der Spitze 2t schwer als Windfahne. Der Flamenco der überall gegenwärtig ist.

Man könnte soviel über Sevilla schreiben aber ich glaube dass muss man erleben. Zufrieden und kaputt gings um 17:45 Uhr zurück.

Lili geschafft..

Als wir in Cadiz ankammen, fing es gerade an zu dämmern. Da wir den Höhepunkt des Karnevals(Sonntag) ansteuerten, waren viele verkleidete Gruppen unterwegs und komischerweise liefen sie alle mit in unserer Richtung. Wir befürchteten schon Party im Hafen. Aber nein, am Hafen war nur der Parkplatz. Hunderte von Bussen wollten beladen werden. Wirklich soviele Busse haben wir noch nicht auf einem Haufen gesehen.

nur ein kleiner Ausschnitt

Den Sonntag , Haupttag des Karnevals wollte wir uns nicht entgehen lassen.

Gegen Mittag schauten wir uns das Spektakel an.

Anders als bei uns zogen hier Gruppen einzeln zu Fuss oder auf Wagen durch die Stadt und sangen.

Richtig tolle Chöre mit kräftigen Stimmen…unheimlich gut. Leider verstanden wir die Lieder nicht. Teilweise muss es wohl sehr lustig gewesen sein. In einigen Strassen war kein durchkommen mehr. Solche Engstellen kannte ich nur noch vom Soester Kirmes. Wir haben sie wegen Lili vermieden.

Natürlich floß auch Alkohol, aber die Stimmung war sehr entspannt. Viele Familien mit Kindern und Großeltern unterwegs…einfach schön.

Heute ist Montag und wir haben Cadiz gerade verlassen dh vor 3 Std schon. Wir sind nun auf dem Weg nach Marokko. Leider ist nicht viel Wind sodass wir wohl den ganzen Tag mit Motor fahren müssen. Wir haben 57 sm.. das sind ca 11 Std bei 5 Kn. Wir möchten noch im hellen ankommen. Es wird auch so empfohlen denn die befeuerten Tonnen sollen oft fehlen oder kaputt sein.

Wir sind schon ganz gespannt auf Tanger. Im Netz gehen die Meinungen weit auseinander. Von Begeisterung bis hin zu nie wieder. Hauptsache ist dass alles gut geht. Erstmal müssen wir uns einen Weg durch die kreuzenden Dickschiffe suchen.

Die Staße von Gibraltar ist halt sehr stark frequentiert.

AAAaaaaaa….fast hätte ich es vergessen. Heinz meinte…sieh darüber… richtig große Delfine…und als wir näher kamen….waren es Orcas:))

Kleiner Nachtrag…

Um 18 Uhr waren wir gestern Abend da. Beim einklarieren ist uns aufgefallen dass wir leider Heinz Reisepass nicht dabei haben. Nur mit Perso kann man hier nicht einreisen. Natürlich haben wir gedacht dass wir beide dabei haben aber leider muss ich mich vergriffen haben und meine beiden(britisch/deutsch) Reisepässe eingesteckt haben in der Annahme dass es unsere beiden sind. So wird wohl Heinz seins Zuhause liegen. Das bedeutet dass er leider nicht an Land darf und weil es mir keinen Spaß macht alleine Tanger zu erkunden werden wir unser Besuch verschieben müssen. Leider können wir auch heute noch nicht weiter, da wir recht ordentlichen Ostwind haben aber morgen früh um 6 Uhr bei Westwind wollen wir nach Gibraltar segeln.

Auf nach Cadiz…

Tanker liegen vor Mazagon auf Reede

Mazagon ist nicht wirklich eine Reise wert, zumindest nicht zu dieser Jahreszeit, aber als Zwischenstop ganz ok. Der Hafen wirkte verlassen, ungemütlich, schmuddelig aber riesengroß. Wir waren die einzigen Gäste. Das Hafenbüro hatte schon zu als wir ankamen. Wir konnten aber ein Marinero erreichen, der wie meistens in Spanien, auch nur spanisch sprach. Wir bekamen einen Liegeplatz und die Formalitäten wurden erledigt. Wir haben auch gleich bezahlt, denn bleiben wollten wir nicht länger…es sei denn es gäbe von hier eine Möglichkeit nach Sevilla zu kommen. Laut Karte wäre das der kürzeste Weg.

Columbo muss hier irgendwo sein

Also liefen wir eine Runde durch die auch nicht sehr einladende Stadt. Wir erfuhren dass es ein Bus gäbe aber es dauerte 2,5-3 Std bis Sevilla denn der hielt an jeder Milchkanne an….Nee..Nee

Am nächsten Morgen gings trotz Regen weiter. Leider mussten wir einen Umweg, wegen des aktiven militärischen Schiessgebietes, fahren. Die Marine war am üben …aber egal Hauptsache weiter…

Es zogen so einige Fronten durch mit viel Wind und Regen aber gegen Nachmittag wurde es noch ein schöner Segeltag. Abends kamen wir in Chipiona an

Wieder zu, wieder leer, wieder Marinero angerufen….ect ect

Aber Chipiona stellte sich als kleine lebhafte Stadt heraus. Alles auf Karneval getrimmt. Die kleinen Gassen und Fußgängerzone reichlich geschmückt

Auch hier erkundeten wir uns nach Sevilla und erfuhren dass wieder rum ein Bus fährt ..1,5 Std nur, aber unsere Lili würden sie nur im Gepäckraum transportieren…Nee..Nee

Fischfangbecken, werden heute noch genutzt…bei Ebbe
bei Flut werden die Fische in eine Falle gelockt

Aber weil am Mittwoch ein dickes Wetter dh Sturm durchzog und sich eine ordentliche Welle aufgebaut hatte, beschlossen wir am Donnerstag mit dem Rad Sanlucar zu erkunden. (Ein nettes Paar, Ebba und Burkhardt, das wir unterwegs in Frankreich kennengelernt hatten, haben uns das als Tipp geschickt.)

Die Fahrt dorthin war schon ein Highlight. Praktisch über Bauernwege vorbei an Weinrebenfelder (Sherry Gegend), Gemüsefelder, Hühnerfarmen, Pferde und Eselskoppeln.

Sanlucar ist sehr historisch.

Alle paar 100 Meter eine Kirche aus dem XIV-XVIII Jh . Daneben Kloster und Paläste. Dazu aber noch eine moderne Fußgängerzone

Auf dem Markt gabs Erdbeeren als Aperitiv um kurze Zeit später in einem Straßenlokal zu Mittag zu essen. Als Vorspeise gabs Boquerones. In Essig eingelegte Sardellen. Ich liebe sie:)). Ich hatte Fileto de Cerdo. Kleine Schweinesteaks aber Heinz bestellte sich eine Platte frittierten Fisch. Ich glaube sie hätte für 3 gereicht. Dann war “Rolling Home” angesagt

Heinz hat das erste Mal abends nichts mehr gegessen:))

Abends bei unserem letzten Strandgang wurde es plötzlich richtig kalt. Eine neue Front zog durch und letzte Nacht hat es viel geregnet.

Jetzt sind wir nach Cadiz unterwegs mit neuen Versuch nach Sevilla zu kommen. Cadiz soll auch eine Karnevalshochburg sein und auch dafür weltbekannt sein. Wir sind mal gespannt

Tschüß Chipiona, nur 15 °C Tageshöchsttemperatur…saukalt

Viva Espana…

Am Donnerstag ging es endlich weiter. Vilamoura war ok aber als es meinem Rücken besser ging wollten wir endlich los. Man kann nicht nur von Austern und Sekt leben:)(Angebot in Vilamoura 6 Austern und 2 Gläser Sekt 38€)

Wir hatten einen wunderschönen Segeltag, mit leichtem Wind und kaum Welle. Heinz will unseren Ausbäumer(Stange um das Vorsegel zu stabilisiere) umbauen und es war eine super Gelegenheit unsere Genua (Vorsegel )auszubaumen und daran zu tüfteln.

Es lief so gut dass der Tag wie im Flug verging. Wir waren eigentlich traurig schon angekommen zu sein. Wir waren auch früher dran als geplant und zwar genau zu Niedrigwasser. Da sich aber in der Flussmündung eine Barre(Sandberg) befindet über die man fahren muss, ist die Empfehlung dieses bei 3 Stunden vor bis 3 Stunden nach Hochwasser zu tun. Wir hatten ruhiges Wetter und ein relativ hohes Niedrigwasser sodass wir mit etwas zittern es gewagt haben.

Rio Guadiana

Der Rio Guadiana ist der Grenzfluss zwischen Portugal und Spanien. Auf jeder Seite in etwa gleicher Höhe befindet sich ein Hafen. Im Netz stand dass der portugiesische oft voll, sehr eng und schwierig ist weil im Becken viel Strömung herrscht. Der spanische dagegen sehr teuer, kaum Strömung aber ungemütlich und leer ist. Von den Ortschaften gab es unterschiedliche Aussagen.

Wir entschieden uns für beide. Wir legten im portugiesischen an, weil der als erster auf dem Weg war. Vila real de Santa Antonio wurde mal wie Lissabon von einem Erdbeben völlig zerstört und ist am Reißbrett neu entworfen und in 5 Monaten wieder aufgebaut worden. Dem entsprechend sieht es auch wie ein Schachbrett aus.

Das älteste Hotel der Algarve in Vila real de St Antonio

Da es schon spät war haben wir eine kleine Runde durch den Ort gemacht und eigentlich auch schon fast alles gesehen.

Am Freitag haben wir eine zweite Runde gemacht und auf dem Markt eingekauft. Es war sehr voll wegen einer Karnevalsveranstaltung(Übrigens hier gibt es auch richtige Karnevalshochburgen)

,und weil es in Andalusien Feiertag war, kamen wohl viele Spanier zum shoppen rüber.

Am Nachmittag sind wir mit der Autofähre(umgebauter Fischkutter) nach Ayamonte.

ein Auto passt auch noch darauf
Strudel von der starken Strömung

Der Hafen war wirklich recht leer. Zumindest keine Gäste aber der Ort war ursprünglicher. Nette Cafes in engen Gässchen.

gemütliches Cafe mit reichlich Lesestoff in allen Sprachen

Unsere auf dem Markt gekauften Thunfischsteaks mussten bis auf dem nächsten Tag warten weil wir an den spanischen Tapas nicht vorbei kamen. Zum guten Schluss noch ein paar Churros und dann mussten wir auch schon zurück. Wir mussten die Uhr im Auge behalten(Fährzeiten) denn in Spanien ist es eine Stunde später als in Portugal.

Am nächsten Tag gings weiter. Wir hätten auch den Rio Guadiana hochfahren können.

weiter Flußaufwärts…Brücke 20m hoch..passt

Viele schwärmen davon. Wenn das Wetter eine weiterfahrt nicht zugelassen hätte hätten wir es auch getan. So aber nicht. Für Samstag war wieder optimales Wetter angesagt. 10 Kn aus Nord und Sonne. Wir wollten nach Osten…passte:)

so lagen wir am Steg..
aber wehe ein Fischer fuhr vorbei

Morgens fuhren wir 1,5 std nach Niedrigwasser los. Wir wussten ja dass es passt:) Das ablegen aus dem Hafen bei der Strömung ging ganz gut da wir die letzten in der Reihe waren. Im Fluß steuerten wir die Mündung an. Der Wind wurde immer stärker und stärker. Letzendlich hatten wir über 27 Kn Wind und lagen trotz dass wir noch keine Segelhoch hatten ganz schräg im Wasser. Der Spuk ging noch ca 1 Std weiter mit starken Böen. Danach haben wir die Segelgesetzt und sind zuerst in Rauschefahrt dann aber bei abnehmenden Wind in El Rompido angekommen.

el Rompido mit Sandbank

El Rompido ist wunderschön(Danke an Ebba für den Tipp)Der Fluß Rio Piedras läuft parallel zu einer Sandbank die den Fluß praktisch von Atlantik schützt .Ähnlich einer Nehrung. Alles Naturschutzgebiet und zu dieser Jahreszeit menschenleer…einfach toll

Weg zur anderen Seite
rechts keiner
links keiner
Überraschung :))

Hier könnte man bleiben aber wir müssen weiter. Wir haben halt Termine;) Wir freuen uns schon auf das nächste Highlight.. Sevilla. Morgen geht’s nach Mazagon dann Chipiona dann Cadiz. Wir müssen noch auskundschaften von wo aus man am besten nach Sevilla kommt. Wir könnten sogar mit unserem Boot den Rio Guadalquivir hochfahren aber dazu haben wir keine Lust.