Am Dienstag haben wir vergeblich auf den Mechaniker gewartet. Wir waren für den Nachmittag verabredet aber das bedeutet übersetzt “Morgen”:)

Als er dann morgens nicht auftauchte, sind wir auf der Suche gegangen und fanden seine kleine Werkstatt. Der sehr nette Mechaniker war gerade dabei den Motor zu zerlegen. Er meinte irgendetwas würde nicht stimmen…jaa. Ob denn jemand daran geschraubt hätte…und guckte Heinz an:) Ich erklärte nur Felipe und das nur am Vergaser. . Nein, irgendjemand wäre auch am Motor gewesen…Hmm..Er machte unter Last Geräusche. Ich meinte es könnte nicht sein denn der Motor hatte erst ca 10 Std gelaufen. Er startete den Motor nochmal um uns das Geräusch zu demonstrieren…dann gabs ein lauten Knall und es war mal ein Motor gewesen. Ein Ventil sah aus wie Spaghetti und hat alles zerschlagen. Eine Reparatur nicht möglich und die Garantie gerad im Mai abgelaufen:((

Der Mechaniker war so froh dass wir dabei waren als es kaputt ging und er es uns nicht beibringen musste. Wir taten ihm so leid dass er für seine Arbeit nichts nehmen wollte.

Rest des Tages waren wir mit der Neubeschaffung beschäftigt.

Den Abend haben wir dann mit einem netten Pärchen, Peter und Inga, vom Nachbarboot verbracht. Wir haben so ziemlich den gleichen Weg hinter und vor uns und so haben wir ein sehr kurzweiligen Abend verbracht.

Am Mittwoch sind wir in die nächste Ria, die Ria de Arousa, eingebogen. Zuerst wollten wir vor Riveira ankern aber der deutsche Hafenmeister(auch ein Segler und Saisonarbeiter)von Muros riet uns nach Pobra do Caraminal (Schwesternhafen von Muros)zu fahren. Fehler!!Glaube er wird geschmiert. Wir haben vor dem Strand geankert.

Pobra ist nicht schön. Direkt gegenüber lagen 2 Frachtschiffe die be und entladen wurden. Das hat man die ganze Nacht gehört. Der einzige Trost war, dass wir nicht im Hafen waren und das teuer bezahlt haben.

Am nächsten Morgen wollten wir unbedingt weiter. Aber wie es so kommen will…Nebel…pottendicht.

Lili wollte aber trotzdem an Land und so ruderte Heinz in Richtung Strand los. Aber kaum war er losgepaddelt konnte man ihn auch nicht mehr sehen. Ich hatte arge bedenken, dass er uns auf dem Rückweg finden würde. Gottseidank lichtet sich der Nebel etwas und man konnte auf einmal die vielen Menschen sehn die bis zum Bauch im Wasser standen und Muscheln aus dem Sand gruben.

Gegen Mittag hieß es Anker auf Richtung Saxenxo. Wir waren kaum 1/2 Stunde unterwegs, zog es sich wieder zu. Und wieder gings nur mit AIS und Radar weiter. Sicht vielleicht 50 Meter. Da es auf dem Weg viele Felsen, kleine Angelboote und große Motorboote gibt die einem begegnen waren wir froh in Saxenxo anzukommen. Im Hafen war auch der Nebel verschwunden und wir fühlten uns wie in Sanremo. Eine Megayacht neben der anderen..richtig Schickimicki…am Strand lagen sie wie die Ölsardinen nebeneinander.

Nee, darauf hatten wir auch keine Lust. Wir holten unser Paket mit Ersatzteilen für den Aussenborder(Schnief) vom Marinabüro ab und verließen Saxenxo Richtung Combarro ab.

Vor dem Strand des Fischerörtchens fiel unser Anker.

Combarro ist dagegen sehr sehenswert.

Eine tolle Altstadt.

Vorratshaltung

 Tapasbar                                                  Man konnte stundenlang durch die schmalen Gassen schlendern.

Wir hatten auch Glück denn an diesem Wochenende war das Fest des Meeres. Im Festzelt gab es allerlei leckeres aus dem Meer und typisch Galizische Musik. Alles war in heller Aufregung denn Nachts trat auf dem Marktplatz eine berühmte spanische Band auf.

 

Von Combarro sollte es nach Vigo in die nächste Ria Vigo gehen aber unterwegs hatten wir eine so schöne Bucht mit riesigen Strand gesehen…da mussten wir hin. Vigo konnte warten denn unser Motor wird wahrscheinlich nicht vor Dienstag in Baiona sein.

Wir hatten einen wunderschönen Abend. Heinz war schwimmen brrr17°C und mit lili öfters am Strand. Danach haben wir geduscht und Tapas an Bord gegessen bis der Vollmond die Sonne ablöste.

In der Einfahrt der Rio Vigo liegen mehrere Inseln, die zu einem Naturschutzgebiet gehören. Wenn man dort ankern will braucht man eine Genehmigung. Per Internet nicht unmöglich. Jedoch nachdem wir gesehen haben wieviele Schnellboote Touris darüber karren…hunderte…ist uns die Lust vergangen.

Am Morgen sind wir dann nach Vigo.

Wir hatten Vigo noch als sehr schön von unserer Womotour in Erinnerung. Leider liegt der Hafen in einer ganz anderen Ecke. Sehr weit vom Schuss. Wir haben versucht eine Transporttasche für Lili für den Flieger zu bekommen..doch trotz Großstadt..vergebens. Der Hafen

wurde uns angepriesen mit Leihräder, Einkaufslieferservice, zum Zentrum eben(kein Berg erklimmen), neue Sanitärräume und wir hatten durch unsere Clubmitgliedschaft 50% Ermäßigung….und nun ratet mal wie es wirklich war…..Leider waren 3 der 4 Räder unterwegs, der Lieferservice erst wieder am Montag, Samstags nicht, zum Zentrum 5 Km durch Industriegebiet aber wenn man zum großen Einkaufscenter mit Tierhandlung(Kein Eintritt für Hunde??)wollte dann gings nur bergauf und bergab aber richtig steil,von den 2 Duschen war eine kaputt aber die eine habe ich genossen und zu guter letzt weil es so unruhig war dort zu liegen, wollten wir unbedingt Sonntag wieder in die Ankerbucht. Rabatt gabs aber Sonntag leider nicht denn das Büro war geschlossen…. Traratrara…;))

Jetzt liegen wir wieder glücklich vor Anker..

Zitronenneugierig

Ami Yacht…seltsam, ohne Stags und Wanten

Kategorien: Logbuch 2018

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