Am zweiten Tag sind wir gut voran gekommen. Es war zwar laut und viel Bewegung im Schiff aber unsere Windfahne hat den Kurs gut gehalten. Lili gefiel das Laute gar nicht und wollte bloß nicht alleine unten sein. Die großen Wellen kamen von hinten auf uns zu und rauschten unter der Dar Melica hindurch.

In der Ferne sah Heinz mehrere einige Meter hohe Gischten. Er meinte, es wäre seltsam..in einem Moment sah es aus wie ein Segel..im nächsten war es weg. Als wir dann etwas näher kamen, konnte ich sehen, dass es Wale waren:) Gottseidank hielt sich ihre Neugierde in Grenzen.

Wir segelten so weiter in die Dämmerung hinein. Es war eine wirklich dunkle Nacht. Die Wellen waren schon unangenehm hoch. Der Wind hatte auch noch ein wenig gedreht, sodass es direkt von hinten kam. Die Welle uns aber etwas seitlich traf. Auf einmal lief das Schiff aus dem Ruder, die Segel schlugen und es war erstmal schwer sich zu orientieren. Ich rief Heinz aus dem Schlaf, wir mussten das Vorsegel bergen. Wir fuhren dann mit Großsegel, Motor und Autopilot weiter. Nach einigen Stunden…dann in Heinz seine Schicht…wieder das gleiche. Es war schwer  bei den hohen Wellen auf Kurs zu bleiben. Ständig wurde man von der Welle rausgeschmissen. Dieses Mal rief Heinz mich hoch und wir bargen dann auch das Großsegel. Nur unter Motor, passierte es zwar auch, aber es war einfacher zu händeln.

Endlich ging die Sonne auf und unser letzter Tag sollte ruhiger verlaufen. Wir konnten wieder Butterfly segeln(an jeder Seite ein Segel-Nachts zu gefährlich)Dann war der Kurs stabiler.

Gegen 22 Uhr hatten wir Land in Sicht. Die Berge zeichneten sich an der Kimm ab. Wir hatten wieder Handyempfang und konnten unseren Lieben einen Lebenszeichen geben.

Es war noch einmal eine Herausforderung, Nachts auf die felsige Küste zuzufahren. Wir wollten in eine der Beschreibung nach schönen Bucht ankern. In der Theorie hört sich das immer gut an aber in der Praxis…war es eher spannend. Da kommt man Nachts völlig übermüdet an, die Augen brennen und dann soll man die beleuchteten Boyen richtig erkennen…schwierig. Einer fehlte und darauf hatten wir einen falsch erkannt. Das kann ganz schön verunsichern.. Wir haben uns dann mit ganz langsamer Fahrt hineingetastet. Um 3 Uhr morgens fiel unser Anker und hielt promt in einer ziemlich vollen Bucht.

Dann hieß es erstmal ausschlafen. Gegen 10 Uhr wollte Lili aber endlich an Land. Wir haben unser Schlauchboot klar gemacht und haben Cedeira erkundet. Bei Tageslicht konnten wir dann auch sehen  warum diese Bucht so voll war. Einfach schööön.

Am nächsten Morgen hatten wir ein blödes Problem. Unsere Toilette wollte nicht mehr   :(( Wir mussten sie zerlegen aber je weiter wir kamen desto schlimmer wurde es. Der gesamte Abfluss war wie betoniert. Kalk, Salz und sonstiges(Nein nicht so schlimm, eher wie Stein)Eigentlich hatten wir vor zu einer Kapelle zu wandern, aber sooo kann man den Tag auch verbringen. Wie heißt es so schön…man repariert sich um die Welt.

Dafür ist es jetzt viel besser als vorher…wie neu;)

Gestern sind wir mit dem Schlauchboot zu einer schönen Bucht gefahren. Eingesäumt von Eukalyptusbäume, ganz einsam. Lili konnte nach Herzenslust Ball am Strand spielen(In Spanien fast überall Hundeverbot:()

Und es kommt natürlich wie es kommen muss….Nachdem das eine wieder ok ist, ist jetzt der Aussenborder krank. Aber es wäre ja auch sonst langweilig

Jetzt sind wir auf dem Weg nach A Coruna.

Dort wollen wir in den Hafen. Wir freuen uns auf eine ausgiebige Dusche und Ersatzteile für unser Dinghi.

Zur Zeit haben wir Luft 19°C-21°C Wasser in der Bucht 18,5°C

 

Kategorien: Logbuch 2018

1 Kommentar

B&B. · 13. August 2018 um 18:14

Na, ein bißchen viel Aufregung bei eurer Reise. Aber ihr habt es (fast ) so gewollt.
Ich hoffe, deiner Tochter geht es wieder gut. ??

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