Den Tag nicht vor dem Abend loben…ja, da ist was dran:( (Kurz nachdem ich in dem Blog geschrieben hatte, dass auch wir endlich Sommer haben, braute sich auch schon etwas zusammen. Schwarz und bedrohlich kam das Gewitter auf uns zu. Im geschützten Hafen ist es eher interessant als beängstigend.

Am nächsten Morgen haben wir im Dunst St Cast verlassen. Kurz nach dem ablegen fing es leicht an zu regnen. Mit jeder Stunde wurde der Regen dicker, um zum Schluß in Sturzbäche zu enden. Zwei mal waren meine Regensachen so durchgeweicht, dass ich mich umziehen musste. Leider haben wir im Nebel von der schönen Smaragdküste mit ihrem roten Sandstein nicht viel mitbekommen. Selbst Kap Frehel , der höchste Punkt der Küste, konnten wir nur schemenhaft sehen.

St Quay de Portrieux muss wohl im Sommer sehr schön sein. Bei unserem Besuch lag fast die ganze Zeit eine Nebeldecke darüber…schade.

Alter Hafen St Quay

Abends kam Wind auf und der Nebel verzog sich. Die nächste Nacht war nicht so erholsam, denn mitten in der Nacht fing irgend etwas am Heck an zu klappern. So ein Boot ist ein riesiger Resonanzkörper. Nach einer Stunde wach liegen, habe ich Heinz geweckt(wie er schlafen konnte ist mir ein Rätsel)…natürlich aus Sicherheitsgründen..(keiner geht im dunkeln alleine raus). Er lies es sich auch nicht nehmen sich selbst um das Problem zu kümmern:) Nach dem dritten Versuch konnten wir in aller Ruhe weiter schlafen:))..

..doch leider haben wir am nächsten Tag, glatt verschlafen. Was dazu führte dass wir ohne Frühstück und mit Katzenwäsche los mussten, um rechtzeitig zu Hochwasser in Paimpol anzukommen.

Bucht bei Niedrigwasser, Tonnen auf Grund

Es gibt wohl zu allem noch eine Steigerung…letztes mal schrieb ich über den Tidenhub. Jetzt fällt es mir mit dem “trockenfallen”auf. Wenn wir vorher über eine trocken gefallene Einfahrt gestaunt haben so ist es jetzt eine ganze trocken gefallene Bucht.;)

Übrigens ist es im Moment saukalt 14°C und gefühlt Winter (vielleicht klappt es  andersherum auch.)

Kleine Info am Rand…

Der Mont Saint Michel war einer der bedeutungsvollsten Pilgerstätte der Christenheit. Auch heute noch sind viele Pilger unterwegs…von jung bis alt. MSM ist auch auf dem Jakobsweg. Die Jakobsmuschel, die hier überall am Strand zu finden ist, ist zum Zeichen des Weges geworden weil die Pilger auf ihren Weg zur Grabstätte des Heiligen Jakobus in Santiago de Compostela, sie als Trinkgefäß genutzt haben.

böse Fischerbojen

Kategorien: Logbuch 2018

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.