Fiumicina

Im Moment hangeln wir uns die Küste runter ohne bestimmtes Ziel ..täglich so 25-30sm

Hochnetzfischer in Fiumicina

Am Freitag haben wir in Anzio geankert. Die Stadt ist recht ursprünglich.

Anzio

Es gibt auch hier einige Touristen, hauptsächlich Italiener. Um zum Ankerplatz zu kommen mussten wir einen großen Bogen um die Reste von Neros antiken Hafen fahren. Man sieht noch die Ruinen im Wasser und an Land. In diesem Ort sollen Nero und auch Caligula geboren sein.

Am Samstag wollten wir die Küste weiter nach Gaeta fahren als wir auf der Karte die Insel Ponza entdeckten.

Was für ein Glück…so eine schöne Insel. Wir blieben zwei Tage. Am ersten Tag ankerten wir auf der Ostseite. Ein großes Ankerfeld (Wochenende) und Natur pur.

etwas überladen:)

Am nächsten Mittag haben wir uns auf die andere Seite verholt..vor dem Ort Ponza.

wieder unter uns :))

Klein malerisch und mit ihren bizzaren Felsen hat uns Ponza sehr gut gefallen.

Autowerkstatt im Felsen gehauen

Das Wasser war glasklar. Wir waren richtig froh es entdeckt zu haben.

auch nicht schlecht…Wohnung im Fels

Auf dem Weg zum Festland oder besser gesagt zur Insel Ischia liegen noch ein paar Inselchen. Eine etwas größere dh bewohnte und von der Ostseite zugängliche Insel ist Ventotene.

Damals diente sie ähnlich wie Ponza als Exil für unliebsame Zeitgenossen.

Zu dem einzigen Ankerplatz in einer Bucht neben dem Hafen kommt man nicht mehr hin. Eine Bojenkette verhindert den Zugang. Wir haben die Nacht recht ungeschützt mit einer weiteren Yacht davor verbracht. Bei diesen Wetterbedingungen im Moment mit Wind um die 2 Kn war das ganz ok. Der Hafen war übrigens früher ein alter Galeerenhafen der aus Tuffstein geschlagen wurde, ein kleines Kunstwerk. Abends machten wir einen kleinen Rundgang durch den Ort

Am nächsten Morgen verließen wir Ventotene in Richtung Ischia. Eine vulkanische Insel bekannt durch die heißen Quellen die schwach radioaktiv sind und seit der Antike für ihre heilende Wirkung bei Rheuma bekannt sind. Mit entsetzen stellten wir fest dass man an der gesamten Insel nicht ankern darf dh besser gesagt, wir durften dort nicht ankern von Mai bis September und außerhalb dieser Zeit nur mit Genehmigung(bei Nichtbeachtung 300-400€ Strafe)

Wir fuhren ein Stück weiter zur Isola Procida, die eh schöner sein sollte. Auch dort gibt es diese Regel aber eine Bucht im Norden ist davon ausgenommen. Diese Regeln sollen das Meeresschutzgebiet Regno di Nettuno schützen und ist auch bestimmt wichtig. Nicht zu verstehen ist aber warum es nicht grundsätzlich für eine bestimmte Zeit gesperrt wird und erst recht verstehe ich nicht warum die Fähren im 10 min Takt die Inseln anfahren dürfen, eine schwarze Wolke hinterlassen und mit voll Speed die nächste Bucht anfahren?? Da wir nun neben dem Hafen ankerten hieß es alle 10 min “Tasse festhalten!”1 Meter Welle schaukelte uns durch. Also gingen wir von Bord und schauten uns den Ort an.

Procida war sehr laut und voll aber auch noch ursprünglich geblieben(im Gegensatz zu Ischia und Capri-laut Beschreibung)

Es gab da viele kleine Gassen mit Miniläden aber auch viel Auto und Rollerverkehr.

Man musste sich schon an der Wand entlang hangeln denn für Mensch und Auto war es etwas knapp. Die Nacht verlief aber sehr ruhig.

Die Lust auf Capri(Perle des Golfs und bekannteste Insel Italiens) war uns eigentlich auch schon vergangen als wir gelesen hatten dass man dort zwar ankern aber nicht an Land kommt denn die Anleger wären alle privat. Wir haben aber auch gelesen dass man evtl zur blauen Grotte fahren könnte. Vor der Grotte wären Bojen ausgelegt an den man festmachen könnte. Man würde vom Boot abgeholt werden. Das Wasser ist dort zu tief zum ankern. Wir kamen eh daran vorbei und ließen uns überraschen dh eine Überraschung war es eigentlich auch nicht. Es war Rappel voll..wir hätten auf eine Boje warten müssen in dem wir dort Kreise gezogen hätten…..nee.

Rushhour

Wir fuhren ein Stück weiter zum Ort Capri um evtl davor zu ankern.

Der Schwell von den vielen Booten war gewaltig. Es war sehr tief und an zwei Stellen versuchten wir erfolglos unser Glück.Der Anker wollte einfach nicht halten also fuhren wir weiter.

Wir fuhren nach Amalfi. Wir ankerten vor Amalfi und flüchteten in den Ort um auch dort den heftigen Schwell zu entkommen.

da draußen sind wir

Schon die Fahrt an der Amalfiküste war wunderschön. Interessant bebaut.

Heute Morgen sind wir nochmal in den Ort gegangen. Ach übrigens auch in Amalfi sind die Stege privat. Eine Frau wollte fürs Schlauchboot anbinden 10-15€. Da sind wir wieder weggefahren und haben an der Steinmole bei den Fischern umsonst angelegt.

Gegen Mittag mussten wir los um noch vor dem Gewitter in Salerno anzukommen.

Dort ankern wir gerade. Wir wollten zwar in eins der vier Häfen wegen dem Gewitter und um bequemer mit dem Zug nach Pompeji zu fahren. Obwohl wir immer noch Hochsaisonpreise haben ca 80-140€/Nacht waren alle Liegeplätze belegt. Also werden wir vor Anker bleiben und trotzdem fahren

Salerno nach dem Regen

Kategorien: Logbuch 2019

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