Im Moment könnte ich täglich Blog schreiben. Es passiert immer etwas . Dabei warten wir nur auf ein Wetterfenster um zum Festland zu kommen. Am Mittwoch Abend waren wir von Mallorca auf Ibiza angekommen und haben vor dem Hafen Sant Antoni in der Cala Grazio geankert.

da hat sich einer verirrt

Da diese Bucht nach Westen offen ist kann man natürlich einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten.

Viele Leute versammeln sich an der Küste und Hippies trommeln sich in Ekstase

Da wir am Donnerstag nicht gefahren sind konnte ich gut die Zeit für einen Besuch beim Friseur in Sant Antoni nutzen. Lola, die Friseurin war sehr nett. Endlich konnte ich auch wieder vernünftig spanisch sprechen. Auf Mallorca war das nicht so einfach. Als wir zB in einen Laden gingen und ich noch am überlegen war ob ich auf spanisch oder englisch fragen sollte wurde ich schon auf deutsch angesprochen. Und das war kein Einzelfall.

Die Bucht in der wir waren war gut bei Nord Wind geschützt aber leider waren wir wieder mal dem Schwell ausgesetzt. Wir schaukelten von einer Seite zur anderen aber irgendwann schläft man doch ein.

Um 5 Uhr wurde ich von heftigen Schiffsbewegungen geweckt. Der Wind hatte einen halben Tag eher gedreht und kam nun heftig mit hoher Welle direkt auf uns zu. Nicht nur wir waren Überrascht. In den anderen ca 15 Yachten brannte auch Licht und alle machten sich fertig um zu flüchten. Die Wellen waren so heftig dass wir weder mit Lili vorher an Land konnten, noch unseren Außenborder aufs Schiff heben konnten. Wir zogen das Dinghi hinterher und hofften es würde nicht kentern. Wir fuhren auf die gegenüber liegende Seite in die Cal1a Bassa. Da wir gegen Wind und Welle fuhren brauchten wir für die 3 sm ca 1 Std.

In der Cala Bassa wurde es (erstmal)endlich ruhiger. Der Wind blieb über den ganzen Tag stark aber in der Bucht hatten wir kaum Welle. In dieser Bucht waren wir vor ein paar Wochen angelandet. Sehr schön und daher sehr begehrt.

Am Freitag füllte sich die Bucht im Nu mit Schutz suchenden Yachten und Charter meist Catamarane mit Partygästen. Wenn diese mit Skipper kamen wars ok aber die selbst gecharteten sind oft übel. Immer wieder mussten wir ihnen sagen, dass sie so nicht ankern konnten, wenn sie zB beabsichtigten in ein paar Meter Abstand den Anker fallen zu lassen.

Eins dieser Schiffe ankerte vor uns mit genügend Abstand. Nach 10 min verschwanden alle am Strand Party machen.

Wir hatten Böen von 25 Kn. Es hat nicht lange gedauert, da ging der auf Wanderschaft und trieb auf unser Boot zu.

Wieder Mal war ich mit Fender bewappnet am Bug. Heinz stieg in das Dinghi um zu versuchen ihn seitlich wegzuschieben. Auf einmal kamen 4 Dinghis angefahren und boten ihre Hilfe an….toll.

Der Cat wurde nach nur einem dicken Kratzer von unserem Bug weggeschoben. Einer der Helfer telefonierte mit dem Club und ließ nach den Idioten suchen. Kurz bevor der Cat das nächste Schiff erreichte kam einer angefahren. Als er wieder vor uns den Anker werfen wollte haben ihn alle verjagt. Ein englischer junger Nachbar hat sich wahnsinnig über diese Ignoranz aufgeregt.

Kurze Zeit später merkten wir dass wir slippten. Der Cat hatte wohl unseren Anker mit herausgezogen. Bei dem starken Wind war es gar nicht so einfach den Anker wieder auf Sand zu platzieren.

Am meisten hatte mich ein Motorboot genervt der die ganze Bucht beschallt hatte. Er meinte wohl der Menschheit einen gefallen zu tun. Bei Ohrenbetäubender Musik tanzten 5 Männer Arm in Arm. Im Kombi mit dem heulenden Wind….kaum auszuhalten.

Gegen 18 Uhr wurde es schwupp di wupp schön. Alles Laute weg.

Heinz auf neue Wohnungssuche

Heute ist Samstag und der Starkwind ist weg. Der normale Wind kommt aus West, für uns ungünstig, deshalb bleiben wir noch bis morgen. Heute wird es auch nicht so wild werden. Es ist Übergabetag dh Freitag Abends müssen die Schiffe abgegeben werden und am Samstag kommen gegen 15 Uhr die neuen Crews. Sie werden also frühestens morgen hier sein und dann sind wir hoffentlich auf dem Weg nach Denia

So und nun muss ich schwimmen gehen…..bis bald

PS: Das schwimmen war leider nur ein kurzes Vergnügen. Es hatte sich eine und zwar wirklich nur eine Feuerqualle in die Bucht verirrt und Jackpot

Kategorien: Logbuch 2019

1 Kommentar

Peter · 15. Juni 2019 um 18:52

Hallo ihr Zwei, wir wissen schon weshalb wir die Balearen meiden. Dann doch lieber 26,00€ im schönen Cartagena bezahlen. 😎😎😎😎
Viele liebe Grüße von der Stiart
Wünschen Wünschen guten Wind für die Überfahrt. Sollte laut Wetterbericht ja gut klappen.

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