Am Mittwoch nahmen wir Abschied von Benalmadena und verließen die Costa del Sol. Die Sonnen verwöhnte Küste… Leider haben die Kinder davon nicht viel mitbekommen.

Marina del Este sollte unser nächster Hafen werden. Für die 42 sm hatten wir 8 Std gerechnet. Ein Nachbar meinte in 6 Std wären wir da. Haha….Wir haben doch keine Rennziege:) Aber siehe da, mit schönen 15 kn Wind und 2 kn Strom die uns geschoben hatten, waren wir tatsächlich in 2 Std da.

Dieser Küstenabschnitt nennt sich Costa Tropical. 320 Sonnenstunden und die geschützte Lage vor der Sierra Nevada lassen es recht warm und tropisch werden.

Der Hafen war sehr schön und idylisch gelegen. Hinter oder besser gesagt zwischen den Felsen gebaut mit glasklaren Wasser(nur leider zu kalt).

unser Schatten am Grund

Leider auch etwas teuerer 3x mehr als Benalmadena. Im Grunde haben diese Puerto Deportivos alle die gleichen Preise.Lediglich ist bei dem einen Vorsaison und bei dem anderen Mittsaison. Wir hatten eh keine Ruhe mehr zu verweilen und wollten einfach weiter segeln.

Auf dem Weg sah man immerwieder die schneebedekten Berge der Sierra Nevada

und davor die riesigen Gemüseanbauflächen….Europas Gewächshaus mit Wintergemüse.

die Flächen sind mit weißer Folie abgedeckt

Diese Flächen sind so groß dass man sie vom Weltall aus sehen kann. Heinz meinte ich hätte das schon mal erwähnt aber ich finde es halt interessant. Gurken, Zucchini,Tomaten,Paprika und co kommen von hier.

Am Donnerstag waren wir zuversichtlich ähnlich schnell zu sein. 46 sm waren es bis Almerimar. Doch leider kommt es anders als man denkt…Es war weniger Wind da als gemeldet, was bedeutete dass wir nur 2 Std segeln konnten. Rest der Zeit musste der Motor aushelfen. Wir brauchten 8 Std und zwar 8 warme Stunden. Ohne Wind war auch keine Abkühlung da….nur Sonne.

Zu Almerimar gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Eine Retortenanlage ähnlich Benalmadena, jedoch ohne Umfeld und etwas in die Jahre gekommen. Wir wollten erst etwas bleiben , fühlten uns aber nicht so wohl. Am nächsten Morgen haben wir, trotz dass kein Wind gemeldet war, abgelegt.

Nach 3 Std Motoren sind wir in Aguadulce angekommen. Hier wurden wir nett empfangen. Auch malerisch gelegen vor einem Berg. Nebenan der herrliche Strand….was will das “Hunde” Herz mehr.

grober Sand und super klar

Angekommen haben wir sofort unsere Bimini aufgebaut um uns vor der Sonne zu schützen. Wir haben zwar nur 23 Grad aber in der Sonne ist es ganz schön warm….bruzzel..

In dem marinabüro waren sie auch so nett mir bei der Bestellung eines neuen Radkorbes für Lili zu helfen. Es sollte eigentlich am Samstag per Express ankommen. Am Montag kommt es bestimmt.

Da wir hier direkt an einer Tauchbasis liegen haben wir gedacht, dass das die Gelegenheit ist wieder einzusteigen. Die letzten Jahre sind wir vor lauter segelei gar nicht zum Tauchen gekommen.

Wir haben uns angemeldet und am Sonntag um 8.30Uhr sollte es mit ihren Tauchschiff zum Cabo Gato losgehen. Am Samstag hatten wir dann genug Zeit das Equipment zu checken und ein paar Reparaturen am Böötchen zu machen. Es gibt immer etwas zu tun. Dieses mal hat es in meinem Schrank “rein geregnet” dh Wasser hat sich unter dem geräteträger einen Weg ins innere gesucht. Das musste abgedichtet werden.

Am Sonntag sind wir um 7 Uhr aufgestanden. Um (.15 Uhr standen wir mit unserem gerümpel in Neopren gekleidet vor der geschlossenen Basis….Nach einiger zeit kam auch jemand der meinte dass die Tauchgänge wegen “schlechter Sicht” abgesagt wären.

(Glasklares Wasser)Ob wir denn keine Nachricht bekommen hätten?. Ich liess mir den verschlafenen Chef geben dem es angeblich Leid täte aber er sich das garnicht erklären konnte das wir keine Benachrichtigung bekommen hätten aber….Manana….Von wegen….Habe geschimpft wie ein Rohrspatz und eine Grotten schlechte Bewertung hinterlassen.

Stattdessen haben wir Lili in ein Bus geschmuggelt und sind nach Almeria gefahren.Wir wollte ja eigentlich mit dem Rad fahren. Es sind auch nur 10 Km aber diese küstenstrasse ohne Randstreifen gleicht einer Ralleystrecke…lebensgefährlich..

In Almeria war eine Prozession…es war sehr interessant. Heute Palmsonntag beginnt die Karwoche, die Semana Santa. Diese hat grosse Bedeutung und wird hier hoch gefeiert. In Andalusien gibt es über 50 Brüderschaften. sie organisieren die Semana Santa. Heute war die 1. Prozession und täglich folgen weitere. Heilige werden geschmückt und von Trägern durch die Strassen befördert. Gefolgt von Musikgruppen und rausgeputzte Familien. Begleitet wird so ein Umzug von 2 Doppelreihen vermumte Personen mit spitzer Kapuze…den Büßern. Die Zugehörigkeit zu der jeweiligen Brüderschaft, erkennt man an der Farbe der Kleidung.

interessant zu beobachten…einstudierte Schrittfolge

Jetzt sind wir wieder in der Marina…. Morgen hoffen wir auf den Korb….und dann auf einen Plätzchen in San Jose. Der Nachbar in Benalmadena hat es uns wärmstens empfohlen.

Kategorien: Logbuch 2019

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