Gegen 14:30 Uhr erreichten wir Estepona. Nun war es soweit…wir mussten römisch-katholisch anlegen. Es ist eigentlich nicht schwerer als andere Anlegemanöver, nur anders. Man muss rückwärts eine Betonpier ansteuern. Da unser Boot aber hinten durch die Windfahnensteuerung sehr verbaut ist, hat man nicht viel Platz zum hantieren. Dazu kommt noch dass wir die Windfahne gerne behalten würden. Aber alles ging gut und dank unserer tollen Gangway(nochmals Dank an Fritz und Bo von der SY Muffet) kommen wir auch bequem runter.

Estepona wurde uns zum verweilen sehr empfohlen. Der Hafen ist auch wirklich ganz nett. Einige Restaurants und eine gut besuchte Promenade. Am nächsten Tag sind wir kreuz und quer durch die Stadt geradelt. Wir haben die Altstadt besucht, Tapas gegessen und auf dem Rückweg den Aldi leer gekauft. Vollbepackt gings wieder aufs Schiffchen.

Am Dienstag gings dann doch weiter. So richtig hatten wir keine Ruhe mehr denn wir wollten noch eine Bleibe für uns suchen, für die Zeit wenn die Kinder nach Malaga kommen. Telefonisch auf spanisch ist das nicht ganz einfach.

unterwegs

Wir haben dann den 35 sm entfernten Hafen in Benaldena angepeilt. Wir hätten aber auch eins der 3 Häfen ( einen luxuriösen und zwei kleinere) von Marbella anlaufen können. Da das Wetter nicht so beständig ist und Starkwind die Tage kommen sollte entschieden wir durch zu fahren. Auf keinen Fall wollten wir in Marbella festsitzen.

jetzt liegen wir zwischen 11 und 15

Um 16 Uhr kamen wir in Benalmadena an. Eine tolle Anlage. Der Marinero wies uns ein Platz zu der sehr unruhig war und wir überredeten ihn uns einen anderen zu geben. Dort lagen wir erstmal ganz gut bis der Wind auffrischteund Wellen sich in den Hafen drückten.Ab dann war auch auf diesen Liegeplatz Rodeo angesagt…Jupppieee

Sittiche

Ein benachbartes schwedisches Pärchen mit 2 Kindern haben dort überwintert. Sie erzählten dass die Frau zwischenzeitlich ins Hotel gezogen war weil sie Seekrank wurde.

Katzen überall, werden aber gut gefüttert

Nun hatten wir 2 Wochen Zeit bis die Kinder kommen. Wir erkundeten die Gegend mit dem Rad…fuhren am Strand entlang nach Torremolinos.

Da sich das Wetter verschlechterte (dh eigentlich nur Starkwind) konnten wir nicht weiter. Die Kinder haben Hotels in Malaga und hinter Malaga gebucht und deshalb wollten wir noch nach Candado ein kleiner Hafen hinter Malaga kommen. Vor dem Stadthafen in Malaga wurden wir von mehreren Seiten gewarnt. Sehr unruhig, sehr laut, keine Sanitären Anlagen und sehr teuer.

Buganvila

Da kam uns die Idee 5 Tage einen Leihwagen zu nehmen und uns eine Bleibe von Land aus zu suchen. Wir hatten ja Zeit und so konnten wir die Häfen mit dem Auto abfahren und auch unser Päckchen von dem Trans Ocean Stützpunkt in Almerimar abholen. Heinz freute sich schon auf das basteln… ein zweites Solarpaneel und eine W-Lan Antenne mussten angebracht werden. Also fuhr ich am Freitag mit dem Bus und Zug zum Flughafen und holte unseren Flitzer(Fiat 500) ab

Am Samstag waren wir den ganzen Tag unterwegs. Den Hafen Candado mussten wir streichen da er voll aber auch versandet ist und wir dort nicht reinkommen würden. Wir fuhren die Küste weiter zum nächsten Hafen. Der war wieder rum genauso weit von Malaga entfernt wie der jetzige und für ne Nacht oder 2 ok aber für 2 Wochen?? Wir fuhren weiter nach Almerimar und holten unsere 3 Pakete ab. Auf dem Rückweg stoppten wir an den berühmten Cuevas de Nerja. Leider waren wir zu spät und sie zu. Die Nerja Höhlen erstrecken sich über eine Länge von 5 Km. Dort wurden menschliche Überreste (Bestattungsriten)und ca 20000Jahre alte Malereien entdeckt. 1959 wurden die Höhlen von 5 Freunden durch Zufall entdeckt. Heute wird dort noch geforscht und ein Teil ist sogar für die Öffentlichkeit gesperrt. Da wir schon ordentlich Hunger hatten belohnten wir uns mit Tapas und ein Eis und entschieden dabei in Benalmadena zu bleiben.

Eins war aber klar…auf unserem Liegeplatz konnten wir nicht bleiben. Wir gingen deshalb nochmal zum Büro, verlängerten unseren Aufenthalt und bekamen noch einen Platz im Inneren der Anlage. Im März geht’s noch. Wir liegen nun in der ersten Reihe..hat den Nachteil, dass man auf dem Präsentierteller sitzt aber den Vorteil dass unser Besuch gefahrlos an Bord kommen kann und das ohne Seekrank zu werden.

Am Sonntag besuchten wir ein kleines Bergdorf,Mijas. Ein pueblo blanco. Das hat uns sehr gefallen…klein,(hat sogar eine eigene kleine Stierkampfarena)schnuckelig und nicht zu überlaufen.

Picasso

Am Montag war malaga dran. Da wir Malaga mit den Kindern noch ausgiebig machen wollen haben wir uns nur den Hafen und ein bisschen die Stadt angeguckt.

Kathedrale Malaga
berühmte Bodega

Am Dienstag wollten wir es noch ausnutzen, dass wir den Wagen haben und dachten ja Marbella sollten wir uns doch vielleicht noch antun….Fehler!… 5€ Autobahn hin….5€ parken für 1 Std…ein Gang durch den Hafen…etwas Promenade…5€ Getränke..5€ Autobahn zurück. Von Glanz keine Spur…nur Touri-Hochburg

Am Mittwoch fuhren wir wieder zum Flughafen, gaben den wagen ab und nahmen gleich einen neuen wieder mit. Dieser Tausch war um 2/3 günstiger als den vorhandenen Wagen zu verlängern. Nun zahlen wir für die nächsten 2 Wochen nur 49€.

Jetzt sind wir schon über eine Woche hier und haben schon den 2. Sturm hinter uns.

Gestern hat es hier ordentlich geweht aber wir liegen nun wie in Abrahams Schoß. Hoffentlich haben wir ein paar schöne warme Tage wenn die Kids kommen. Ein bisschen Sonne tanken tut immer gut

Und nun ein paar Impressionen vom Glück…

Kategorien: Logbuch 2019

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